Cannes 09: Michael Haneke im Wettbewerb um die Goldene Palme
2009 scheint ein gutes Jahr für den österreichischen Film zu sein: Michael Hanekes „Das weiße Band“ geht in das Rennen um die Goldene Palme von Cannes, wie heute bekannt gegeben wurde. Damit ist Haneke bereits zum sechsten Mal im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes vertreten: 1997 war „Funny Games“ der erste österreichische Beitrag nach über drei Jahrzehnten. 2000 folgte „Code: unbekannt“, für „Die Klavierspielerin“ (2001) nach Elfriede Jelineks Romanvorlage erhielt er den Großen Preis der Jury; 2003 wurde „Wolfszeit“ außer Konkurrenz gezeigt. Für „Caché“ (2005) wurde Haneke als bester Regisseur ausgezeichnet und erhielt den Preis der Internationalen Filmkritik sowie den der Ökumenischen Jury. Michael Haneke arbeitet seit jeher eng mit Veit Heiduschka (WEGA Film) zusammen, der fast all seine in Cannes vorgeführten bzw. prämierten Filme produziert hat. Was schätzt Heiduschka so sehr an Haneke? „Er packt Themen an, die nicht nach jedermanns Geschmack sind. Und das mit einer Konsequenz, die unter die Haut geht”, meinte er in einem Interview mit der Wiener Zeitung. Sowohl Heiduschka als auch Haneke lehren an der Wiener Filmakademie.
Doch der Film des renommierten Regisseurs Haneke ist nicht der einzige österreichische Beitrag in Cannes: Die Austria Film Commission gab heute bekannt, dass auch „La Pivellina“ (Vento Film), ein Spielfilm der Newcomer Tizza Covi und Rainer Frimmel in die Quinzaine des Réalisateurs eingeladen wurde. flimmit möchte hiermit den österreichischen Nominierten herzlich gratulieren – wir werden die Ereignisse rund um Cannes (13. bis 24. Mai 2009) natürlich genauestens im Auge behalten und im flimmit-Blog darüber berichten.
