Autor: OJ |  Kategorien: Festivals

Internationales Filmfestival Innsbruck: In 80 Stunden um die Welt

„Von Japan nach Deutschland, von Iran nach Senegal, von Marokko nach Kuba und Brasilien, von Mexiko nach Ecuador und wieder zurück über Italien, Frankreich und Schweiz bis Indien und China und schließlich die Landung in Österreich“ – so beschreiben die Veranstalter des bereits 18. Internationalen Filmfestivals Innsbruck ihren bunten Filmmix aus aller Welt. Dieses Jahr beschäftigt sich das Festival, das heute um 19 Uhr eröffnet wird, mit den Themen Kindsein, Frauenpower und Musik als Kulturverbindung.
Als absolutes Highlight wird der Film „Teza“ des äthiopischen Regisseurs Haile Gerima gehandelt. Der in den USA lebende Filmemacher wurde dafür bereits in Venedig mit den Spezialpreis der Jury ausgezeichnet und gewann den Goldenen Hengst (Ja – Hengst, nicht Löwe, Palme oder Bär) in Ouagadougou beim größten afrikanischen Filmfestival Fespaco. In Rückblicken wird das Leben von Anberber erzählt, einem Mann, der es als Junge geschafft hat, nach Deutschland zu kommen. Zusammen mit äthiopischen, kommunistischen Kommollitonen plant er einen Putsch auf die monarchische Herrschaftsform seines Heimatlandes.
Neben einer breit gefächerten filmischen Vielfalt legt das IFFI auch Wert darauf, alte Klassiker zu zeigen: Meister wie Jean-Luc Godard, Glauber Rocha und Herbert Achternbusch werden dem Publikum nähergebracht. Auch österreichische Filmemacher kommen zu ihrem Recht. So wird der Film „New Kaisertal City“ von Melanie Hollaus gezeigt. „Ich rechne schon damit, dass sich der eine oder andere beleidigt fühlt. Aber das ist nicht meine Intention“, sagt Hollaus in der Presse selbst über ihren Film, der die Integration von Ausländern aufs Korn nimmt. Am 11. Juni 2009 wird ihr Erstlingswerk als krönender Abschluss des Internationalen Film Festivals Innsbruck gezeigt.

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