Ein Giftzwerg wird 95 – Louis de Funés Special auf flimmit
Wer kennt ihn nicht, den kleinen Mann mit der Glatze und der Hakennase, der die Kino- und TV-Zuschauer mit seinen Grimassen zum Lachen brachte und in den 50er Jahren zu einem der bekanntesten Komiker Europas avancierte: Louis Germain David de Funès de Galarza, ein beeindruckender Name, der eigentlich mehr an einen venezianischen Herrscher erinnert, als an einen der größten Komiker aller Zeiten. Louis de Funès ist bekannt als Choleriker oder Partiarch, der schlussendlich an der Eigendynamik der von ihm in Gang gesetzten Gegebenheiten scheitert. Und das auf eine Weise, die einfach zum Schenkelklopfer einlädt. Für viele ist er einer der “Größten” und wird es auch bleiben; dies zeigt auch die breite Zuschauerzahl bei seinen Filmen, die auch nach Jahren nach wie vor sehr beliebt sind. Sein Durchbruch gelang ihm in Claude Autant-Laras “Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht in Paris” nach Marcel Aymé an der Seite von Jean Gabin und Bourvil. Hier konnte Funès erstmals sein komödiantisches Talent voll ausspielen, nachdem er zuvor eher in ernsten Rollen wie etwa in Jean Drévilles “Bartholomäusnacht” (1954) zu sehen war.
Von nun an ging es Schlag auf Schlag, Komödien wie Yves Roberts “Fisch oder Fleisch” (1957) und Pierre Gaspard-Huits “Fracasse, der freche Kavalier” (1961) sowie Julien Duviviers Krimi “Der Teufel und die Zehn Gebote” mit Henri Tisot, Charles Aznavour, Lino Ventura und Alain Delon folgten. Doch erst seine komischen Rollen als Hektiker in “Balduin, der Geldschrankknacker”, die “Fantomas”- und die “Gendarm”-Filmreihen machten de Funès auch über Frankreich hinaus bekannt.
Heute, am 31. Juli, wäre Louis de Funès 95 Jahre alt geworden. Wir widmen unserem Lieblings-Choleriker daher ein ausführliches Special und präsentieren im Rahmen dessen vier seiner erfolgreichsten Filme: Balduin, der Ferienschreck, Balduin, der Gelschrankknacker, Balduin, der Sonntagsfahrer und Balduin, das Nachtgespenst.
Viel Spaß mit Balduin wünscht Euch die flimmit-Redaktion
