Autor: OJ |  Kategorien: Allgemein

Der Räuber

Der Lauf des Lebens

Laufen – Für Manche ein Genuß, für Andere eine Pflicht, für die Meisten ein Greuel. Wir laufen für die Figur, für die Gesundheit, gegen den inneren Schweinehund, wir laufen für Charity und gegen zu hohes Cholesterin. Aber jetzt bekommt Laufen eine neue Seite – und zwar im neuen Film von Benjamin Heisenbergs „Der Räuber“. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Rettenberg (Andreas Lust ) ist auf Bewährung. Nach jahrelangem Gefängnisaufenthalt ist er jetzt zwar frei, steht aber weiterhin unter Beobachtung. Jedoch kommt er nirgendwo in seinem Leben an, sieht die Perspektive nicht – außer er läuft. Er schafft sogar den ersten Platz im Wien-Marathon. Und trotz dieser Leistungen findet er seinen Platz in der Gesellschaft einfach nicht. Und Rettenberg hat zudem noch ein Geheimnis – er überfällt Banken, nutzt seine sportliche Seite, um vom Tatort wegzulaufen und versteckt die Beute irgendwo. Nicht die finanzielle Bereicherung ist sein Ziel, sondern der Kick! Der Kick, das Adrenalin, und ein Lauf, der Bedeutung hat – schließlich bewahren ihn seine Beine vor dem Gefängnis  – sind die Motivation für Rettenberg. Aber auch die Polizei ist nicht immer so dumm, wie sie dargestellt wird und so können diese schließlich aufgrund der Indizien Rettenberg als Täter identifizieren. Er wird der meistgesuchte Mann Österreichs – und muss wieder laufen, diesmal nicht auf Zeit, sondern für den Rest seines Lebens. Regisseur Benjamin Heisenberg hat für seinen neuen Film „Der Räuber“ (Filmstart in Österreich: 26. Februar 2010) den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Beste Nachwuchsregie bekommen und war damit auf der diesjährigen Berlinale vertreten. Herzlichen Glückwunsch.

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