Thank you for Smoking

Alles über die Flexibilität der Wahrheit

Das Wochenende ist vorbei und die Oscarberichterstattung läuft langsam an (nur noch eine Woche to go...). Ich saß also auf meinem Sofa und dachte über Medien und deren Auswirkungen nach. Im DVD-Player lag „Thank you for smoking“ und stachelte meine Überlegungen noch weiter an. Warum diese Überlegungen also nicht in einem Blog für alle nachvollziehbar veröffentlichen? Überlegt, geschrieben, getan! Medien schreiben über Medien, analysieren Medien, rücken den Medienbegriff in die Öffentlichkeit. Metamedienkritik in gewissen Sinne. Und in diesem Sinne steht auch der Film Thank you for smoking von Jason Reitman. Ein Film über Public Relation, Journalismus und die Macht der vierten Gewalt. Das enorme Potential der Sprache und deren verschiedenartige Verwendungsmöglichkeit steht im Mittelpunkt der Handlung um den Lobbyisten Nick Naylor, Pressesprecher einer Tabakgesellschaft in Amerika. Der Begriff Wahrheit verliert in diesem Film seine Bedeutung. Wahrheit steht hier nicht als universelles Gut, Wahrheit ist eine Frage des Standpunktes. Mit dieser Aussage und der Tatsache, dass Moral breit gefächert werden kann, ist dieser Film zwar als Satire gedacht, dabei aber zu realistisch und erschreckend zeitgemäß. Als gängige Argumentation gegen seine ständigen Gegner, nennt Nayler die Mündigkeit eines jeden Bürgers und das Recht auf Selbstbestimmung. Die Forderung nach dem Prinzip der Demokratie birgt auch ...