Der Hype geht weiter – schon eine fünf Stunden nachdem Christoph Waltz seinen verdienten Goldjungen in den Händen hielt, konnte man an sämtlichen Zeitungsständen sein Gesicht auf den Covern sehen, ja, es war nicht wirklich eine Überraschung. Auch generell war dieser Abend nicht geprägt von Sensationen, abgesehen davon, dass „Hurt Locker“ mehr Preise abstaubte, als erwartet, darunter die Begehrtesten: Nämlich Beste Regie und Bester Film. Das Besondere daran ist wohl, dass seit 82 Jahren das erste Mal eine Frau - Kathryn Bigalow (noch dazu die Ex-Frau von James Cameron) den Oscar für ihr Regiemeisterwerk entgegennehmen konnte – GIRLS RULE! Das wollen wir ab jetzt öfter sehen. Verlierer des Abends war eindeutig Up in the Air, keine Statue für George Clooney. Dafür durfte sich Sandra Bullock als Beste Hauptdarstellerin freuen – die besiegte Meryl Streep, die mit 14 Nominierungen einen Rekord hält, aber seit 14 Jahren keinen mehr nach Hause nehmen konnte. Übrigens wurde Bullock einen Tag bevor sie als Beste Darstellerin gekürt wurde die Goldene Himbeere verliehen – der Preis für die schlechteste Darstellung, das ist bisher auch einzigartig. Ob sie diese beiden Preise nebeneinander stellen wird, ist da fraglich, wahrscheinlich liegt die Himbeere wohl schon im Müll. Das Resümee ...