Autor: OJ |  Kategorien: Festivals

Fremdschämen, Tränen, nackter Goldkerl: Die Oscarnacht!

Was suchen wir? Er ist 24 cm groß, wiegt etwa drei Kilo, manchmal findet man ihn im Pfandhaus und sein offizieller Name ist „Award of Merit For Distinctive Achievement“…. Natürlich! Der gute Oscar. Jedes Jahr kämpfen Menschen mit 20 Millionen Dollar-Häusern und einer Schar Bediensteter darum, eine Statue, die aus einer Legierung von Kupfer und Zinn besteht, mit nach Hause zu nehmen. Und Millionen von Menschen ohne 20 Millionen Dollar-Häusern sitzen vor dem Fernseher und verfolgen dieses Spektakel. Tausende Journalisten schreiben über dieses Event und noch Wochen danach gibt es Zusammenschnitte, Resümees und Wiederholungen in den Medien. Verrückt eigentlich!

Aber mal ehrlich, es ist doch einfach herrlich, über die Filme, die Roben der Frauen, die schlechten live-Moderationen, Tränenausbrüche und Platzhalter herzuziehen. Darum schauen wir die Oscarverleihung: Echte Emotionen live – das gibt es sonst nur bei Sportevents oder politischen Konfrontationen und der eigene Gefühlsradius wird von ehrlich berührt, über einfach lustig bis hin zum fremdschämen voll ausgeschöpft. Und deshalb lieben wir dieses alljährliche Spektakel!

Teil 1: Die Vorbereitung!

EFFIZIENZ!!!! Das ist das Stichwort, wenn ihr wirklich mit fundierten Filmwissen und nicht ganz so fundiertem Gossip punkten wollt. Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß, mehr als dutzende Seiten durchstöbern zu müssen, um nicht dem Hohn der Gesellschaft ausgeliefert zu sein. Trailer auf YouTube, Hintergrundinfos von Wikipedia, Credits und Cast von IMDB, Amazon etcetc….Alles viel zu aufwendig! Aber ohne diese Informationen geht’s auch nicht – daher gibt es jetzt die neue Filmsuche von Flimmit: Es ist endlich nicht mehr notwendig, alle Seiten einzeln zu durchstöbern, denn alle Infos zu allen Filmen findet ihr direkt und kompakt auf Flimmit. Damit ihr das direkt testen könnt, sind die folgenden Filme auf die Filmsuche von Flimmit verlinkt. Und jetzt geht’s los:

Die meisten Nominierungen konnten James Cameron’s „Avatar“ und Kathryn Bigelow’s  Kriegsdrama „The Hurt Locker“ ergattern (je 9 Nominierungen). Außerdem gibt es heuer erstmals 10 Nominierungen für den besten Film, nicht mehr wie bisher, fünf.
Dazu gehören:

Avatar: Ganz ehrlich, die Story ist nichts besonderes – ein fremder Planet, fremde blaue, große menschenartige Wesen und der ewige Kampf „Menschen gegen die Anderen“. Aber es ist schier unglaublich, wie es James Cameron wieder einmal geschafft hat, eine Filmsprache zu entwickeln, die es in dieser spektakulären Form noch nicht gegeben hat.

Blind Side: Basierend auf einer wahren Geschichte, geht es darum, dass ein groß-gewachsener, obdachloser Teenager von einer Familie aufgenommen wird und bald sein Talent für Football erkennt. Der amerikanische Traum kann in Erfüllung gehen – wäre es eine fiktive Geschichte, so könnte man nur zu dem  Resümee „kitschig“ kommen, aber da es sich um eine wahre Geschichte handelt, ist es einfach berührend.

District 9: Was passiert, wenn Außerirdische zu uns kommen und die Menschen diese nicht mehr weglassen? Eine Möglichkeit zeigt uns dieser Film, der in Form einer Dokumentation gedreht ist.

An Education: Die 16jährige Jenny verliebt sich in den wesentlich älteren David, einem Lebemann, der sie umwirbt. Mit dem Einverständnis ihrer Eltern wirft sie ihren Traum von einem Studium an der Oxford-Universität über Bord, schmeißt die Schule und heiratet David – nur um dann zu erfahren, dass dieser bereits eine Ehefrau hat. Dramatisch, aber der britische Humor lockert einfach alles auf.

Inglorious Basterds: Daumen drücken, dreimal auf Holz klopfen und hoffen, dass der österreichische Schauspieler Christoph Waltz, nominiert als bester Nebendarsteller in dem Nazikriegsfilm von Quentin Tarantino wirklich den nackten Goldkerl durch den Zoll bringen kann.

Up: Ein weiterer Hit aus dem Hause Pixar – lustig, zum „immer-wieder-ansehen“ und ein echter „Feel-good-Movie“. Einfach genießen.

Precious: Claireece Jones, die sich selbst „Precious“ nennt, ist im Jahr 1987 16 Jahre alt und Analphabetin. Sie ist zum zweiten Mal schwanger und zwar von ihrem eigenen Vater, der sie seit ihrer Kindheit immer wieder vergewaltigt. Als sie schließlich von der Schule abgeht, wechselt sie in ein Programm namens: „Each One Teach One“. Owen Gleiberman von Entertainment Weekly hat es wohl die Aussage das Films am Besten erkannt: „It’s a potent and moving experience, because by the end you feel you’ve witnessed nothing less than the birth of a soul.“

A serious Man: Regie führten die Brüder Joel und Ethan Coen – damit ist eigentlich schon alles gesagt, allerdings ist dieser Film noch verwirrender und merkwürdiger als ihre früheren Meisterwerke wie „Fargo“ „Burn after reading“ oder „The big Lebowski“.

The Hurt Locker: Hölle und Alptraum, Adrenalinrausch und Abenteuer? Der Krieg hat viele Gesichter. Hautnah an den Männern mit dem gefährlichsten Job der Welt zeigt „Tödliches Kommando” Elite-Soldaten eines …   weiterlesen Bombenräumkommandos im Irak im Jahr 2004.

Up in the Air: George Clooney ist zumindest für die weiblichen Filmfans Grund genug ins Kino zu gehen. Clooney spielt einen passionierten Vielflieger, dessen Job es ist, von Staat zu Staat zu fliegen, um Menschen möglichst schmerzfrei zu informieren, dass sie entlassen sind. Und wer würde eine Kündigung ausgesprochen vom schönen George schon schlecht aufnehmen?

Damit hätten wir mal die besten Filme durch, aber keine Sorge, hier werdet ihr auch weiterhin auf dem Laufenden gehalten. Außerdem werdet ihr während der Nacht der Nächte am 7. März  ständig via Twitter und Facebook auf dem aktuellen Oscarstand gehalten.

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One Response to “Fremdschämen, Tränen, nackter Goldkerl: Die Oscarnacht!”

  1. Land der Erfinder » Blog Archive » Bud Spencer, das Glasauge und ein Geschenk - Täglich eine Erfindung Says:

    [...] der Verleihung der Academy Awards an einen Kollegen (Exilösterreicher) möchte ich euch zur Feier etwas schenken. Und zwar einen Film. Völlig [...]

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