Autor: kalafudra |  Kategorien: flimmit Filmnews & Reviews, Kalafudra's Kino

Kalafudra's Kino: When in Rome

When in Rome, do as the Romans. Oder halt nicht.

When in Rome läuft, wie so viele Filme vor ihm. Beth (Kristen Bell) ist eine Karrierefrau – die von ihr kuratierte Ausstellung im Guggenheim-Museum ist ein großer Erfolg und der nächste große Coup wartet schon auf sie. Aber davor muss sie noch die Hochzeit ihrer Schwester in Rom hinter sich bringen.

Auf dieser Hochzeit trifft sie den charmanten Trauzeugen Nick (Josh Duhamel). Die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort, aber Beth ist eher zurückhaltend. Als sie sich dann doch entscheidet, sich auf die Sache mit Nick einzulassen, sieht sie, wie er eine andere Frau küsst. Und weil wir uns in einem amerikanischen Liebesfilm befinden, konfrontiert Beth Nick nicht und klärt die Sache nicht auf, sondern betrinkt sich stattdessen und springt in den Liebesbrunnen, der praktischerweise direkt vor der Tür ist.

In einem Anfall von Selbstmitleid fischt Beth mehrere Münzen aus dem Brunnen und aktiviert damit die Liebesmagie – die fünf Männer, denen die Münzen gehören, verlieben sich sofort in Beth und rennen ihr ab da hinterher. Zufälligerweise – und äußerst angenehm für die Geschichte – sind alle in New York (und es ist auch keine Frau dabei, denn das würde die Sensibilitäten des amerikanischen Publikum wohl überfordern).

So wird Beth in den nächsten Tagen von ihren Verehrern (Danny DeVito, Will Arnett, Jon Heder, Dax Shepard), die alle ein bisschen einen Huscher haben, verfolgt. Bald kommt sie drauf, was der Grund ist – und weil wir uns in einem Liebesfilm befinden, ist die Erklärung von Magie! auch überhaupt kein Problem – und merkt auch, das Nick davon betroffen ist.

When in Rome folgt dem Schema F, aber es ist aus gutem Grund ein bewährtes Schema: es funktioniert in all seiner Lächerlichkeit. Regisseur Mark Steven Johnson – der sich davor mit Ghost Rider und Daredevil… ahem, auszeichnete – schafft es aber leider nicht, die tatsächlichen Stärken seiner Besetzung auszunützen.

So passiert es, dass Danny DeVito, Will Arnett und Anjelica Huston ungefähr 10 Minuten Bildschirmzeit bekommen (insgesamt) und Josh Duhamel den Komiker geben muss, obwohl er dafür nicht wirklich geeignet ist. Einzig Allround-Talent Kristen Bell glänzt in dem Film.

Trotzdem hatte der Film einige sehr witzige Stellen. Besonders die obligatorische Auto-Verfolgungsjagd hat einige hervorragende Momente. Die Handlung ist an sich zu vergessen, aber sie stört zumindest auch nicht.

Was allerdings einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt, ist, dass es wieder ein Film ist, wo sich die Karriere einer Frau und ihr Liebesleben gegenseitig ausschließen. Diesmal zumindest nicht, weil eine erfolgreiche Frau nicht geliebt wird, sondern weil eine erfolgreiche Frau Liebe scheinbar nicht erkennt. Es wäre doch mal nett, wenn eine Frau in einem Film trotz Karriere kein emotionaler Krüppel wäre.

Aber gut. In der Zwischenzeit haben wir halt Filme wie When in Rome. Und von diesen Filmen ist When in Rome durchaus netter Zeitvertreib. Das einzige, was mir immer noch unklar ist, ist, was das ganze mit dem Sprichwort “When in Rome, do as the Romans” zu tun hat.

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Kalafudra versteht Menschen nicht, die Geld in Brunnen werfen. Sie gibt ihr Geld lieber für Kinokarten aus.

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