Autor: OJ |  Kategorien: flimmit Filmnews & Reviews, Kinotipps, Neu im Kino

Eine gelungene Fortsetzung

Step Up 3D

Der dritte Teil des „Step Up“-Franchise entführt in die Welt des 3D und hebt sich nicht nur aufgrund dieser Technik von seinen Vorgängern ab. Die Streetdance-Battles werden ins Zentrum gerückt und ein Schauplatzwechsel vollzogen. Besonders erfreulich: Adam G. Sevani ist wieder mit dabei und offenbart erneut auch sein schauspielerisches Talent.

Gerade erst in New York angekommen, stellt Moose (Adam G. Sevani) an seinem ersten Tag an der Uni sein tänzerisches Können bei einem spontanen Street-Battle unter Beweis. Dabei wird der Streetdancer Luke (Rick Malambri) auf ihn aufmerksam, der auf der Suche nach neuen Talenten für seine Crew ist. Sein „House of Pirates“ steht kurz vor dem World Jam-Wettbewerb, an dem die besten Crews der Welt gegeneinander antreten – mit der Chance auf eine hohe Gewinnsumme. Das Geld könnten sie gut brauchen, leben und tanzen alle „Pirates“-Mitglieder bisher doch in einem heruntergekommenen Lagerhaus und sind mit der Miete im Rückstand.

Auch Natalie (Sharni Vinson) ist ein Neuzugang in Lukes Truppe. Doch die Romanze, die sich zwischen den beiden anbahnt, wird auf eine harte Probe gestellt, als Lukes Erzrivale Julian (Joe Slaughter) mit seiner Crew „House of Samurai“ plötzlich die Choreographie der „Pirates“ beherrscht und somit die Wahrheit über Natalie ans Licht kommt.

Als die Crew dann auch noch wegen fehlender Zahlungen aus dem Lagerhaus geworfen wird, scheint ihre Teilnahme am finalen Wettbewerb verloren. Da trommelt Moose ein paar Leute seiner alten Crew der MSA, der Maryland School of the Arts, zusammen, um das gespaltene „House of Pirates“ wieder zu vereinen und in neuer Konstellation vielleicht doch noch eine Chance auf den Sieg zu haben.

Unterschiede

Während der Ort des Geschehens in den ersten beiden „Step Up“-Teilen die Maryland School of the Arts war, verlagert die 3D-Version ihren Schauplatz nach New York. Dieser Ortswechsel bringt mitunter auch Veränderungen der zentralen Konflikte und Ziele mit sich.

Es geht nicht mehr darum, an einer Schule aufgenommen zu werden oder mit seiner Crew ein kleines Battle zu gewinnen. Aus Teenagern wurden Erwachsene, deren Leben finanziert werden muss und die hoffen, das mit dem, was sie beherrschen und lieben, auch erreichen zu können. Aus einer kleinen Crew wurde ein Haus, in dem Menschen, die von überall herkommen, ihr Leben und ihre Leidenschaft teilen.

Die Ausgangsbasis für den ersten Teil war das Aufeinandertreffen zweier verschiedener Welten: Streetdance vs. Ballet und Modern Dance. Die damit einhergehenden sozialen Unterschiede, das Entkommen aus Kleinkriminalität, Straßengangs und Hoffnungslosigkeit standen dabei im Zentrum. „Step Up 2: The Streets“ griff diese Thematik auf, erweiterte sie jedoch um eine Dimension und etablierte so den Battle-Charakter des Streetdance, der nun im dritten Teil das Geschehen dominiert.

Dabei kommen nicht nur Streetdance-Moves zum Einsatz. Abwechslungsreich gestaltet sich die Handlung bzw. das tänzerische Training abseits der Battles, indem Elemente des Capoeira und des Parkour einfließen. Auch durch eine Hommage an die Anfänge des Tanzfilms – wenn Moose und seine beste Freundin Camille (Alyson Stoner) sich mit einer Kombination aus Street-, Stepp- und Paartanz durch New Yorks Straßen bewegen – und einer Tango-Szene gewinnt der Film an tänzerischer Vielfalt.

Kontinuität

Der rote Faden, der alle drei Filme durchzieht, ist die Leidenschaft für den Tanz und ein gemeinsames Ziel, dass alle verbindet. Da ständig neue Charaktere im Zentrum der Handlung stehen, werden Übergänge geschaffen, indem einzelne Figuren in der Fortsetzung erneut auftauchen. So ist es der Protagonist aus „Step Up“, der die weibliche Hauptfigur des zweiten Teils an seine alte Schule, die MSA, bringt. Und eine ihrer ersten Bekanntschaften, die sie dort schließt, führt die Handlung von „Step Up 3D“ ein: Moose.

Nicht nur tänzerisch hat Adam G. Sevani so Einiges zu bieten. Auch schauspielerisch gelingt es ihm, erneut in seiner Rolle zu überzeugen. Aufgrund seiner natürliche Begabung trägt er wesentlich zu den komödiantischen Einlagen des Films bei. Das haben wohl auch die Macher bemerkt und ihn deshalb wiederholt den neuen Protagonisten Rick Malambri und Sharni Vinson zur Seite gestellt.

„Step Up 3D“ wird all jene begeistern, die dem Tanzfilm-Genre etwas abgewinnen können. Abgesehen vom eingängigen Soundtrack und coolen Moves, hat er auch eine nette Story über Freundschaft, Intrigen und natürlich Liebe zu bieten. Allerdings hätte es mal wieder auch ohne 3D genauso gut funktioniert.

Kinostart Deutschland: 26. August 2010

Kinostart Österreich: 27. August 2010

Von Alexandra Cech (Filmtauchgänge)

Film bei Flimmit: Step Up 3D (2010, Jon Chu)

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