Christoph Waltz. Charakterdarsteller. Oscar-Preisträger.

„Wir sind alle Schauspieler“ – Christoph Waltz

Im Oscar-Rennen ist Christoph Waltz dieses Jahr zwar nicht, doch das hindert uns keineswegs über den beliebten Schauspieler und seine außergewöhnliche Karriere zu schreiben.

Der in Wien geborene 2-fache Oscar-Preisträger ist als einer der eloquentesten sowie smartesten Schauspieler seiner Zunft bekannt und gilt heutzutage als einer der besten Charakterdarsteller des kommerziellen Films. Diesen Ruf hat er sich über die letzten Jahre hart erarbeitet, denn der Weg bis nach oben auf den Hollywood-Olymp war kein leichter.

Er studierte in Wien Schauspiel am renommierten Max-Reinhardt-Seminar, wonach es ihn dann über New York zurück nach Wien auf die verschiedensten Bühnen verschleppte, bis er dann Ende der 1970er Jahre sein Talent auch im deutschsprachigen Fernsehen zur Schau stellte.

Das einprägsame sowie kantige Gesicht des Christoph Waltz zeigte sich das erste Mal auf den deutschen und österreichischen Bildschirmen in der bereits Kult-Status besitzenden Serie „Parole Chicago“, in der er einen ideenreichen, jedoch glücklosen Kleinverbrecher aus den 1930er Jahren mimt. Die Rolle des Ganoven Eduard verhalf Waltz – unter der Regie von Reinhard Schwabenitzy –  sich als wandlungsfähiger Schauspieler in die Gedächtnisse der Zuschauer zu katapultieren.

Von da aus ging es für den Charakterdarsteller mit einem Hang für ambivalente, problematische und leicht arrogante Figuren, steil bergauf. Über Jahre spielte er in etlichen deutschen Großproduktionen verschiedenste Haupt- und Nebenrollen, die von Kritikern sowie dem Publikum gefeiert wurden. Die Rolle, welche Christoph Waltz jedoch endgültig zum internationalen Ruhm und als weltweit angesehenen Schauspieler etablierte, kam Ende der 2000er:

Für seine Porträtierung des grausamen und zugleich auf seine Art und Weise symphytischen SS-Standartenführer Hans Landa im Quentin Tarantino Film „Inglourious Basterds“ wurde Waltz 2009 mit allen großen Festivalpreisen ausgezeichnet, darunter auch mit dem Oscar als „Bester Nebendarsteller“.

Damit öffnete sich die Tür zu Hollywood und der eloquente Schauspieler spielte seitdem in einer Reihe großer Filmproduktionen wie „Die drei Musketiere“, „Der Gott des Gemetzels“ und „Wasser für Elefanten“, um nur einige zu nennen.

Genau vier Jahre nach seinem ersten Oscar-Gewinn holte sich der Wiener Schauspieler mit seiner Darstellung des Dr. King Schultz in „Django Unchained“ seinen 2. Oscar als „Bester Nebendarsteller“.

Über die letzten Jahre porträtierte er im unter anderem mit Spannung erwarteten neusten Bond-Film „Spectre“ den Kult-Bösewicht Franz Oberhauser und setzte sich damit ein weiteres Denkmal in seiner bereits von Höhepunkten gezeichneten Karriere.

Wenn man die Karriere des Christoph Waltz beobachtet, lässt es sich mit nahezu vollkommener Sicherheit sagen, dass er bereits auf der Suche nach einer neuen schauspielerischen Herausforderung ist. Es bleibt daher abzuwarten mit welcher prägenden Rolle der vielseitige Charakterdarsteller uns in naher Zukunft beglücken wird – wir sind gespannt!

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