Cannes 2009: Die Jagd nach der Goldenen Palme (Teil 2) – Von Musen und Talk Shows

Sonne, Strand und Palmen (sowohl in natura als auch vergoldet). Tag zwei in Cannes: Die ersten Stargäste treffen ein, die Fotografen zertrampeln sich gegenseitig und die ersten Kritiken sind bereits en masse im Internet zu lesen. Zusammenfassend kann bisher diese Erkenntnis gewonnen werden: Der animierte Eröffnungsfilm „Up“ sorgte neben leichten melancholischen Ausfällen für ausgelassene Heiterkeitsstimmung, Jury-Präsidentin Isabelle Huppert trug ein floral besticktes Kleid von Armani, Francis Ford Coppola und Tilda Swinton wurden gesichtet. Und das Wetter war schön. Und nach diesem ersten Gossip komme ich wieder zurück zur eigentlichen Bedeutung von Cannes (abgesehen von Sehen und gesehen werden): Filme! Viele, viele Filme!! Satan hat die Welt erschaffen: Das ist der Basisgedanke des nominierten Films „Antichrist“ von Lars von Trier. Der dänische Regisseur ist bekannt für düstere Dogmafilme, die unter die Haut gehen, man denke zurück an „Dancer in the Dark“ „Manderlay“ „Breaking the Waves“ oder „Dogville“ – Meisterwerke, die nicht nur den zart besaiteten Kinobesucher erschüttern. In „Antichrist“ bringt ein Psychiater (gespielt von William Dafoe) seine Frau (Charlotte Gainsbourg) zu dem Ort, den sie am Meisten fürchtet, um den Tod ihres Sohnes zu verarbeiten. In einer Hütte im Wald versuchen die Beiden zu verstehen, warum es zu der Tragödie kam und sie müssen ...

flimmit am Filmfestival Wien – ein Rückblick

Hut ab: Das Filmfestival Wien hat trotz Sonnenschein nicht nur jede Menge Filmbegeisterte angelockt, auch interessierte Filmstudenten trotzten dem schönen Wetter und haben mit uns intensiv im „dunklen Kämmerchen“ über Onlinefilmdistribution und -marketing diskutiert. Am Freitag stellten wir den zukünftigen Filmemachern unsere Plattform www.flimmit.com gemeinsam mit unseren Kollegen der Onlinefilmmarketing-Agentur FilmTiki vor;  und am Samstag diskutierte unser Geschäftsführer Ulrich Müller-Uri mit Iris Lamprecht von FilmTiki, Dr. Peter Zawrel von Filmfonds Wien, Dr. Barbara Fränzen des Bundesministeriums für Bildung, Kunst und Kultur, Hans König des österreichischen Verleihs Polyfilm sowie Danny Krausz von Dor Film bei einem Round Table über den Stellenwert von Marketing für Arthouse Filme. Das Fazit beider Diskussionsrunden: Das Internet gewinnt für die hiesige Filmbranche zunehmend an Bedeutung. Einerseits als Mittel der Distribution in Form von Video on Demand Plattformen, wie am Beispiel flimmit demonstriert wurde; andererseits als Marketingtool – gerade für Arthouse Filme und Studentenfilme mit kleinen Budget ist Onlinemarketing eine tolle Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Wir von flimmit freuen uns jedenfalls, dass das Bewusstsein der österreichischen Filmbranche für das Internet merklich zunimmt – damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft bereits getan. Zum Schluss möchten wir den großen Gewinnern des Filmfestivals ganz herzlich gratulieren: Alexander Stechers „Das ...

Berlinale 09 – Die Bären sind los!

Vor wenigen Stunden wurde eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt eröffnet: Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz Berlinale. Auch dieses Jahr stellen sich hochkarätige Filme aus der ganzen Welt einer nicht weniger glanzvollen Jury, angeführt von Oscarpreisträgerin Tilda Swinton. Die britische Schauspielerin  ist nach eigenen Angaben ein Stammgast der Berlinale: 14 mal war sie bereits zu Besuch und saß schon einmal vor 20 Jahren in der Jury. Diesmal ist Swinton jedoch die Jurypräsidentin und hat den Vorsitz über Isabel Coixet aus Spanien, Gaston Kaboré aus Burkina Faso, Henning Mankell aus Schweden, Wayne Wang sowie Alice Waters aus den USA und Christoph Schlingensief aus Deutschland. Diese internationalen Filmgrößen werden in zehn Tagen bekannt geben, welcher der 15 Filme das Rennen um den goldenen Bären gemacht hat – wir bleiben natürlich dran! Doch die Berlinale ist mehr als der offizielle Wettbewerb. In ihrem Rahmen finden noch jede Menge andere spannende Wettbewerbe und Filmvorführungen statt. So werden auch einige österreichische Filme in den Kinos der deutschen Hauptstadt gespielt: Unter anderem feiern der neue „Brenner“ Der Knochenmann von Wolfgang Murnberger und Das Vaterspiel von Michael Glawogger Weltpremiere, während Thomas Woschitz globale Liebesgeschichte Universalove im Block Perspektive deutsches Kino läuft. Übrigens ist die Berlinale das größte Publikumsfilmfestival der Welt: weit über 400.000 Besucher ...

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