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	<title>Flimmit Blog &#187; Neu im Kino</title>
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		<title>The Kids are all right</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 07:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Julianne Moore und Annette Bening kämpfen unterhaltsam mit den Problemen, die ein unverhofft auftauchender Samenspender in einer Familie mit zwei lesbischen Müttern auslösen kann. Die hervorragenden Schauspieler lassen fast vergessen, dass sich der Film nicht für eine Perspektive entscheidet und trotz seiner ungewöhnlichen Konstellation äußerst konventionell bleibt. Auf Bitten ihres 15-jährigen Halbbruders Laser (Josh Hutcherson) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="The Kids are all right"> <p><a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Julianne+Moore/" target="_blank">Julianne Moore</a> und <a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Annette+Bening/" target="_blank">Annette Bening</a> kämpfen unterhaltsam mit den Problemen, die ein unverhofft auftauchender Samenspender in einer Familie mit zwei lesbischen Müttern auslösen kann. Die hervorragenden Schauspieler lassen fast vergessen, dass sich der Film nicht für eine Perspektive entscheidet und trotz seiner ungewöhnlichen Konstellation äußerst konventionell bleibt.</p>
<p>Auf Bitten ihres 15-jährigen Halbbruders Laser (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Josh+Hutcherson/" target="_blank">Josh Hutcherson</a>) erkundigt sich die gerade 18 Jahre alt gewordene Joni (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Mia+Wasikowska/" target="_blank">Mia Wasikowska</a>) nach dem Mann, der ihr gemeinsamer Vater ist. Die beiden wurden durch eine Samenspende gezeugt und von jeweils einer ihrer lesbischen Mütter Jules (Julianne Moore) und Nic (Annette Bening) geboren.</p>
<p>Paul (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Mark+Ruffalo/" target="_blank">Mark Ruffalo</a>), der charmante und bodenständige Besitzer eines Bio-Restaurants, ist nicht abgeneigt, seine beiden Kinder kennenzulernen und möchte gerne mit ihnen in Kontakt bleiben. Anders als Laser findet Joni Paul sofort sympathisch, doch ihre Mütter Jules und Nic sind alles andere als begeistert davon, diesen Fremden in ihre Familie eindringen zu lassen.</p>
<p>Nach einem ersten Treffen stellt sich Nic weiterhin vehement gegen ihn, aber Jules hat Gefallen an Paul gefunden und nimmt als angehende Landschaftsarchitektin den Auftrag an, seinen Garten neu zu gestalten. Eine Affäre entspinnt sich zwischen den beiden, während Jules Ehe mit Nic immer stärker in die Krise gerät. Als Paul ihr gesteht, sich in sie verliebt zu haben, merkt Jules, dass sie einen großen Fehler begangen hat. Doch diese Erkenntnis könnte zu spät kommen.</p>
<p><strong>Augenschmaus</strong></p>
<p>Wenn man das Kino verlässt, hat man das Gefühl, einen richtig netten Film gesehen zu haben. Seltsamerweise hält dieses Gefühl aber nicht lange an. Die Gründe für beides sind leicht zu finden. Das Herausragende an „The Kids are all right“ sind ohne jeden Zweifel seine Schauspieler. Sowohl Annette Bening als auch Julianne Moore sind – wie nicht anders zu erwarten &#8211; großartig in ihren Rollen, auch wenn sie Regie und Drehbuch leider allzu oft als nervende „wir-müssen-über-ALLES-reden“ Übermütter inszenieren. Aber wenn die bezaubernd unsichere Jules und der zum Rotwein neigende Kontrollfreak Nic ihre großen Momente haben, dann könnte man ihnen ewig zusehen.</p>
<p>Auch Mia Wasikowska, die vor kurzem die Titelrolle in Tim Burtons „Alice im Wunderland“ spielte, macht sich als sensibler Teenager vielversprechend neben ihren beiden Filmmüttern. Wunderbar anzusehen ist aber vor allem Mark Ruffalo, der vollkommen mühelos zwischen sorgenfreiem Lebemann und herrlich bemühtem Neu-Vater hin und her wechselt, der nebenbei seine Blicke und Finger einfach nicht von der lesbischen Mutter seines Sohnes lassen kann. Dabei wirkt er so liebenswert und hilfslos, dass man ihn gleich zum Hauptdarsteller seines eigenen Films machen möchte.</p>
<p><strong>Wessen Geschichte</strong></p>
<p>Doch damit stellt sich schon die Frage, wessen Geschichte hier eigentlich erzählt wird. Tatsächlich kann sich der Film für keine eindeutige Erzählperspektive entscheiden und wechselt mal von der Sehnsucht eines jungen Mannes, seinen Vater kennenzulernen, zu der Herausforderung eines Mädchens, sich von den überfürsorglichen Müttern zu lösen, hin zu den Beziehungsproblemen eines Ehepaars und dann wieder zu der Frage eines ewigen Jungesellen, was er sich eigentlich für seine private Zukunft wünscht. Eine Menge netter Geschichten, die aber jede für sich zu kurz kommt. Der Handlungsstrang um Laser, der sich zuerst nach einem Vater sehnt, gleich beim ersten Treffen von ihm enttäuscht ist und später lernt, sich von einem Freund zu distanzieren, der ihn nicht gut behandelt, endet sogar einfach in der Mitte des Films, woraufhin er nur noch als Statist am weiteren Geschehen teilnimmt.</p>
<p>Auch bemüht sich der Film allzu offensichtlich, mit seiner Geschichte um eine lesbische Familie und einen Samenspender besonders unkonventionell zu wirken. Diese verkrampfte Bestrebung resultiert dann entweder in braven lesbischen Sexszenen während im Fernseher ein Schwulenporno läuft oder in ständigen Ehe-Zänkereien zwischen zwei ach so sensiblen Frauen, die alles am liebsten politisch korrekt ausdiskutieren wollen. Hat man das mal überstanden, bleibt ein vollkommenes All-American-Familienidyll, samt ultrabraver, intelligenter und sportlicher Kinder und eine tausendmal gesehene Ehekrise aufgrund gegenseitigen Missverstehens und eines Seitensprungs. Aber immerhin entschädigen die Schauspieler für vieles.</p>
<p>Kinostart Österreich: 19. November 2010</p>
<p>Kinostart Deutschland: 18. November 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/the-kids-are-all-right/" target="_blank">Von Carolin Färber (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em><a href="http://www.flimmit.com/film/The-Kids-Are-All-Right-Lisa-Cholodenko-Mia-Wasikowska-F7O5BV/" target="_blank">Film bei Flimmit: The Kids are all right (2010, Lisa Cholodenko)</a></em></p>
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		<title>Carlos &#8211; Der Schakal</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 18:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Ilich Ramírez Sánchez alias Carlos war einst der meistgesuchteste Mann der Welt. Édgar Ramírez brilliert in der Darstellung dieses Terroristen und Verführers, Egomanen und kaltblütigen Killers in einer spannenden Tour de Force durch die politischen und terroristischen Wirren der 70er und 80er Jahre. Anfang der 70er schließt sich der aus Venezuela stammende Ilich Ramírez Sánchez [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Carlos &amp;#8211; Der Schakal"> <p>Ilich Ramírez Sánchez alias Carlos war einst der meistgesuchteste Mann der Welt. <a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/%C3%89dgar+Ram%C3%ADrez/" target="_blank">Édgar Ramírez</a> brilliert in der Darstellung dieses Terroristen und Verführers, Egomanen und kaltblütigen Killers in einer spannenden Tour de Force durch die politischen und terroristischen Wirren der 70er und 80er Jahre.</p>
<p>Anfang der 70er schließt sich der aus Venezuela stammende Ilich Ramírez Sánchez (Édgar Ramírez) der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) an und wird 1973 Chef der Pariser Vertretung der Organisation. Noch im gleichen Jahr verübt er in London zwei Anschläge. Zwei Jahre später tötet er bei einer Razzia in einer Pariser Wohnung zwei Agenten des französischen Geheimdienstes und den Mann, der ihn verraten hatte.</p>
<p>Ebenfalls 1975 leitet er den &#8211; unter anderem von Saddam Hussein unterstützten &#8211; Überfall auf das OPEC-Hauptquartier in Wien und nimmt einige Ölminister der Konferenz als Geiseln. Doch die Flucht mit dem Flugzeug nach Bagdad scheitert. Als die Terroristen auf dem Flughafen von Algier festsitzen, akzeptiert Carlos als Gegenleistung für die Freilassung der beiden letzten Geiseln &#8211; dem saudi-arabischen und dem iranischen Ölminister &#8211; ein Lösegeld. Da diese beiden jedoch die eigentlichen Ziele der Operation waren, wird Carlos wegen Ungehorsams aus der PFLP ausgeschlossen.</p>
<p>Daraufhin gründet Carlos seine eigene Organisation. Mit seiner späteren Frau Magdalena Kopp (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Nora+von+Waldst%C3%A4tten/" target="_blank">Nora von Waldstätten</a>) und seinem engsten Mitarbeiter Johannes Weinrich (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Alexander+Scheer/" target="_blank">Alexander Scheer</a>) lässt er sich 1979 in Ostberlin nieder und unterhält Verbindungen zur Stasi. Von weiteren Basen in Osteuropa aus, wo er von den jeweiligen Regierungen geduldet wird, arbeitet er von nun an für den höchsten Bieter. Der Irak, Syrien und Libyen gehören zu seinen Kunden.</p>
<p>1982 wird Magdalena Kopp und ein weiterer Terrorist kurz vor der Verübung eines Bombenanschlags in Paris verhaftet. Um eine Freilassung der beiden zu erzwingen, verübt Carlos in der Folge fünf weitere Anschläge. Auf Druck des Westens veranlassen 1984 mehrere osteuropäische Staaten Carlos dazu, seine Basen in ihren Ländern zu schließen. Durch den Niedergang des Ostblocks und den sich neu formenden, internationalen Verbindungen verliert Carlos seine Auftraggeber. Selbst in den arabischen Staaten wird es immer schwieriger für ihn, Unterschlupf zu finden.</p>
<p><strong>Großes europäisches Kino</strong></p>
<p><em>Carlos</em> war dieses Jahr eine der großen Entdeckungen in Cannes, auch wenn er nicht im offiziellen Wettbewerb lief und in seiner &#8211; eigentlich für eine dreiteilige Fernsehausstrahlung gedachten – fünfeinhalb Stunden Fassung lief. (Für diejenigen, die jetzt zusammenzucken: Im Kino wird der Film in den meisten Fällen in seiner dreistündigen Version zu sehen sein.) So gutes Fernsehen hat es jedenfalls schon lang nicht mehr gegeben. So beeindruckendes europäisches Kino sucht auch nach passenden aktuellen Vergleichen. Die französisch-deutsche Produktion unter der Regie von Olivier Assayas trumpft mit einer faszinierenden, auf möglichst genauer Faktenlage basierenden Geschichte auf und hat mit seinem Hauptdarsteller Édgar Ramírez einen beeindruckenden, neuen Star an Bord.</p>
<p>Von Beginn der Geschichte an bewegt sich Carlos mit einer unerschütterlichen Zielstrebigkeit durch das hochexplosive politische und terroristische Geschehen seiner Zeit. Für seine Ziele schreckt er vor keinem Mord zurück. Er weiß zu verführen, zu leiten und sich immer neuen Verhältnissen anzupassen. Und doch wird nie recht klar, was diesen Mann im Innersten eigentlich bewegt und antreibt.</p>
<p>Das ist es auch, was man dem Film, trotz seiner vielen Vorzüge, durchaus als Manko anlasten kann. Neben der oft verwirrenden Komplexität der Geschehnisse, der internationalen und der persönlichen Verwicklungen, bleiben die persönlichen Motive von Carlos und seinen Mitstreitern meist nicht greifbar. Warum ein Venezolaner und eine ganze Reihe milchgesichtiger deutscher Revoluzzer sich dem radikalen, pro-palästinensichen Aktivismus anschließen und später Berufssöldner im Dienste des internationalen Terrorismus werden, bleibt weitgehend im Unklaren und hinterlässt eine gewisse Unzufriedenheit beim Zuschauen, vor allem dann, wenn sie sich ab der Hälfte des Films „selbständig“ machen und sowohl ihre Auftraggeber als auch ihre Ziele undurchsichtiger werden.</p>
<p><strong>Vom Diplomat zum Terroristen</strong></p>
<p>Doch davon einmal abgesehen, hat <em>Carlos </em>eine erstaunlich dichtgedrängte Folge von Action und Konflikten zu bieten, die ihre Brisanz auch daraus ziehen, tatsächlich und quasi vor unserer Haustür passiert zu sein. Dass man 190 oder 330 Minuten gespannt zusehen kann, wird erst recht dann erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sich der Film einen alles andere als positiven Helden als Hauptfigur leistet.</p>
<p>Dieser, in seine Männlichkeit und Macht verliebte, intelligente und charismatische Manipulator, der sich um jeden Preis Respekt erschießen und erbomben will, wird von Édgar Ramírez auf faszinierendste Weise ausgelotet. Ramírez &#8211; der wie Carlos aus Venezuela stammt &#8211; hat mit dieser Rolle höchstwahrscheinlich den Grundstein zu einer immensen Karriere gelegt und ist auch abseits seinem Schauspieler-Dasein eine höchst interessante Persönlichkeit. Der 33-Jährige spricht fünf Sprachen und wollte ursprünglich Diplomat werden. Obwohl er bereits Angebote als Schauspieler hatte, unter anderem in Alejandro González Iñárritus Erstlingshit <em>Amores Perros</em>, leitete er lieber erst einmal eine Organisation, die das Wahlrecht und den freien Zugang zu Kommunikationsmitteln in Lateinamerika forderte. Irgendwann fand er aber doch den Weg ins Filmgeschäft und spielte unter anderem Nebenrollen in „Das Bourne Ultimatum“ und „Che“. Trotzdem engagiert der sich auch weiterhin für Wohltätigkeits- und Menschenrechtsorganisationen in seiner Heimat.</p>
<p>Aber auch Regisseur Olivier Assayas und seine Produzenten dürfen nicht vergessen werden. Wer solch ein logistisches und inszenatorisches Mammut-Projekt (sechs Monate Dreharbeiten, sieben Länder, 120 Schauspieler) in Europa so erfolgreich auf die Beine stellt, von dem will man bald mehr sehen. Seien wir gespannt.</p>
<p>Kinostart Österreich und Deutschland: 4.11.</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/carlos-der-schakal/" target="_blank">Von Carolin Färber (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em>Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Carlos-Olivier-Assayas-%C3%89dgar-Ram%C3%ADrez-F7NX7A/" target="_blank">Carlos (2010, Olivier Assavas)</a></em></p>
<a rel="nofollow" id="del.icio.us" target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fblog.flimmit.com%2F2010%2F11%2Fcarlos-der-schakal%2F&title=Carlos+%26%238211%3B+Der+Schakal&notes=Ilich+Ram%C3%ADrez+S%C3%A1nchez+alias+Carlos+war+einst+der+meistgesuchteste+Mann+der+Wel" title="del.icio.us"><img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
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		<title>Du schon wieder</title>
		<link>http://blog.flimmit.com/2010/11/du-schon-wieder/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 12:35:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine nette, aber nur stellenweise unterhaltsame Komödie über die Frage, was passiert, wenn man seiner Erzfeindin aus der High School nach Jahren wieder begegnet – aufflammende Rivalitäten, Bösartigkeiten und schlussendliche Versöhnung eingeschlossen. Aufgrund der bevorstehenden Hochzeit ihres Bruders Will (Jimmy Wolk) kehrt Marni (Kristen Bell) für einige Tage nach Hause zurück. Doch der freudige Anlass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Du schon wieder"> <p>Eine nette, aber nur stellenweise unterhaltsame Komödie über die Frage, was passiert, wenn man seiner Erzfeindin aus der High School nach Jahren wieder begegnet – aufflammende Rivalitäten, Bösartigkeiten und schlussendliche Versöhnung eingeschlossen.</p>
<p>Aufgrund der bevorstehenden Hochzeit ihres Bruders Will (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/James+Wolk/" target="_blank">Jimmy Wolk</a>) kehrt Marni (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Kristen+Bell/" target="_blank">Kristen Bell</a>) für einige Tage nach Hause zurück. Doch der freudige Anlass wird für sie zum Horrortrip in ihre Vergangenheit, als Marni erfährt, wen ihr Bruder eigentlich heiraten möchte. Denn seine Verlobte Joanna (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Odette+Yustman/" target="_blank">Odette Yustman</a>), die mit Marni dieselbe High School besuchte, machte ihr damals das Leben zur Hölle. Marni kann nicht verstehen, wie sich ihr Bruder in so jemanden verlieben konnte. Doch nicht nur ihn hat Joanna um den Finger gewickelt, auch ihre gesamte Familie ist von ihr hingerissen.</p>
<p>Fast gelingt es Joanna auch, Marni zu überzeugen, dass sie ein anderer Mensch geworden ist. Doch als Marni dahinter kommt, dass Joanna von ihrer ersten Begegnung an genau wusste, wer sie war, obwohl sie das Gegenteil behauptet hatte, und sie noch dazu nicht bereit ist, sich für ihr damaliges Verhalten zu entschuldigen, verwirft Marni all ihre guten Vorsätze, die Vergangenheit ruhen zu lassen und begibt sich auf einen Rachefeldzug: Die Wahrheit über Joanna soll noch vor ihrer Hochzeit ans Licht kommen.</p>
<p>Aber nicht nur Marni, sondern auch ihre Mutter Gail (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jamie+Lee+Curtis/" target="_blank">Jamie Lee Curtis</a>) wird im Zuge der Hochzeitsvorbereitungen von ihrer Vergangenheit eingeholt, als Joannas Tante Ramona (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Sigourney+Weaver/" target="_blank">Sigourney Weaver</a>) plötzlich vor der Tür steht. Gail ist fassungslos, als sie feststellt, dass es sich dabei um ihre ehemals beste Freundin handelt, mit der es jedoch noch vor ihrem High School-Abschluss zu einer heftigen Auseinandersetzung kam, die mit einem Mal zum Bruch der Freundschaft führte. Nun, 30 Jahre später, erwachen die alten Rivalitäten auch zwischen diesen beiden Frauen zu neuem Leben.</p>
<p><strong>Zickenterror</strong></p>
<p>Sind sie nicht wunderbar, diese ewigen Klischees von den immer konkurrierenden, zankenden und zickenden Frauen? Es ist offenbar eine spezielle Eigenheit des weiblichen Geschlechts, nachtragend zu sein, nicht vergessen und verzeihen zu können, stattdessen lieber biestige Kämpfe auszutragen und es solange auf die Spitze zu treiben, bis – Gott sei Dank – die Männer einschreiten und ihnen bewusst machen, was sie da eigentlich tun. Erst dann natürlich sind sie bereit zu der Einsicht, dass sie zu weit gegangen sind und fangen an, sich auf normaler Ebene miteinander zu unterhalten, dem anderen zuzuhören, offen über ihre Gefühle und die Gründe ihres Verhaltens zu sprechen, und Verständnis füreinander zu entwickeln.</p>
<p>Betrachtet man es nüchtern, wie in diesem Film mit stereotypen Frauenbildern gespielt wird, so ist es doch ein bisschen bedenklich, in welches Licht Frauen hier gerückt werden. Aber es handelt sich ja um eine Komödie, die man nicht ernst nehmen soll und die ihre Komik gerade aufgrund ihrer Klischees generiert. In diesem Fall ist Zickenterror angesagt – und wenn, dann richtig, lautete wohl die Devise. Aufgrund der krassen Überzeichnung wirken manche Situation allerdings etwas befremdlich (zum Beispiel, als Marni von einer Gruppe Cheerleader unter der Führung von Joanna – alle samt „We are the Champions“ singend – aus dem Schulgebäude getragen und ausgesperrt wird). Dass man sich diesem gängigen dramaturgischen Mittel bedient, ist natürlich legitim, und das Ziel sollte wohl auch sein, dem Film damit so einige witzige Momente zu verschaffen. Nur, was dabei rauskommt, ist eben nicht immer unterhaltsam, sondern wirkt teilweise zu sehr gewollt und überladen.</p>
<p><strong>Jung und Alt</strong></p>
<p>Ob man den stellenweise nicht funktionierenden Witz allerdings nur dem Drehbuch anlasten kann, ist in diesem Fall zu bezweifeln. Eher liegt es an den weiblichen Hauptdarstellerinnen, Kristen Bell und Odette Yustman, die es einfach nicht schaffen, zu überzeugen. Die Verkörperung ihrer Figuren wirkt platt und einseitig. Während Odette Yustmann als Joanna einfach nur bösartig im Charakter und schön durch ihr Äußeres ist, ist Kristin Bell als Marni schlichtweg uninteressant und hat, egal ob mit oder ohne Brille, mit oder ohne Pusteln im Gesicht, fröhlich oder traurig, stets dieselbe Mimik. Die charakterlichen Veränderung bei Joanna und die Emotionen, die die Begegnung mit ihrer Erzfeindin bei Marni hervorrufen, werden ausgesprochen, aber durch fehlenden Ausdruck kaum spürbar.</p>
<p>Da hätten die beiden wohl lieber während der Dreharbeiten genauer aufgepasst, immerhin hatten sie die Gelegenheit mit Jamie Lee Curtis und Sigourney Weaver zu arbeiten. Im Gegensatz zu ihren jüngeren Kolleginnen gelingt es diesen beiden Schauspielerinnen nämlich sehr wohl, eine überzeugende Leistung abzuliefern. Ein Großteil der erheiternden Momente des Films ist ganz allein ihnen zu verdanken. Auch, wenn die Beziehung zwischen diesen beiden Frauen genauso klischeehaft ist, macht es hier Spaß, ihren erneut aufflammenden Konkurrenzkampf mitanzusehen. So gelingt es <em>Du schon wieder </em>zwar nicht, vollends zu überzeugen, aber doch mit einem Teil ihrer Besetzung punkten, nicht zuletzt auch aufgrund von „Golden Girl“ Betty White als Grandma Bunny.</p>
<p>Kinostart Österreich und Deutschland: 4. November 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/du-schon-wieder/" target="_blank">Von Alexandra Cech (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em><a href="http://www.flimmit.com/film/Du-schon-wieder-Andy-Fickman-Kristen-Bell-F7OECR/" target="_blank">Film bei Flimmit: Du schon wieder (2010, Andy Fickman)</a></em></p>
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		<title>Umständlich verliebt</title>
		<link>http://blog.flimmit.com/2010/11/umstandlich-verliebt/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 13:12:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal muss man Umwege gehen, um endlich zu erkennen, dass man füreinander bestimmt ist. Weniger romantisch, eher nüchtern-charmant präsentiert sich die Liebesgeschichte zwischen zwei Freunden, die sich trotz ihrer Vorhersehbarkeit nicht in seichten Dialogen und plattem Humor verliert. Seit Jahren sind Wally (Jason Bateman) und Kassie (Jennifer Aniston) eng miteinander befreundet. Sie leben beide in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Umständlich verliebt"> <p>Manchmal muss man Umwege gehen, um endlich zu erkennen, dass man füreinander bestimmt ist. Weniger romantisch, eher nüchtern-charmant präsentiert sich die Liebesgeschichte zwischen zwei Freunden, die sich trotz ihrer Vorhersehbarkeit nicht in seichten Dialogen und plattem Humor verliert.</p>
<p>Seit Jahren sind Wally (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jason+Bateman/" target="_blank">Jason Bateman</a>) und Kassie (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jennifer+Aniston/" target="_blank">Jennifer Aniston</a>) eng miteinander befreundet. Sie leben beide in New York, sind beruflich erfolgreich und Single. Die pragmatische, schlagfertige Kassie ist eine der wenigen, wenn nicht die einzige Frau, die mit Wallys Neurosen und seiner pessimistischen Weltsicht umgehen kann.</p>
<p>Eines Tages teilt Kassie Wally mit, dass sie sich entschlossen hat, ein Kind zu bekommen. Da sie nicht mehr länger warten will, derzeit aber keinen Mann an ihrer Seite hat, will sie sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen. Entgegen Wallys Annahme soll allerdings nicht er der Auserwählte sein, sondern ihr nur dabei helfen, einen passenden Spender zu finden. Wally ist ganz und gar nicht begeistert von Kassies Vorhaben, von ihrer Absage an ihn und am wenigsten von ihrer schlussendlichen Wahl: Roland (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Patrick+Wilson/" target="_blank">Patrick Wilson</a>) ist sportlich, charmant und lebensfroh – im Grunde also das genaue Gegenteil von Wally.</p>
<p>Als ihre Freundin Debbie (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Juliette+Lewis/" target="_blank">Juliette Lewis</a>) eine Befruchtungsparty für Kassie veranstaltet, genehmigt sich Wally in seinem Frust ein paar Drinks zu viel. Im Badezimmer entdeckt er in einem kleinen Behältnis Rolands Sperma und verschüttet es versehentlich. In Kürze soll jedoch Kassies Befruchtung vollzogen werden, weshalb Wally in seiner Not keinen anderen Ausweg sieht, als Rolands „Spende“ durch seine eigene zu ersetzen. Am nächsten Tag kann sich Wally an nichts mehr erinnern.</p>
<p>Kurze Zeit später berichtet Kassie von ihrer geglückten Schwangerschaft und ihrem Plan, zurück nach Minnesota zu ziehen. Sieben Jahre vergehen, bis sie Wally überraschend mit der freudigen Nachricht konfrontiert, bald wieder in New York zu sein. Eigentlich kann Wally mit Kindern nicht sehr viel anfangen, aber Kassies altkluger, leicht neurotischer Sohn Sebastian (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Thomas+Robinson/" target="_blank">Thomas Robinson</a>) erstaunt ihn. Umso näher sich die beiden kommen, desto mehr beginnt Wally die Ähnlichkeiten zu sich selbst zu erkennen. Langsam entsteht der Verdacht, Sebastian könnte sein Sohn sein und auch seine Erinnerung kommt schrittweise zurück.</p>
<p><strong>„Plan B für die Liebe“ trifft auf „About a Boy“</strong></p>
<p>Eine Frau, die nicht mehr auf den Richtigen warten will, um sich endlich ihren Kinderwunsch zu erfüllen und ein Mann, den Kinder eigentlich nicht so sehr begeistern, aber der plötzlich Vatergefühle entwickelt. Das kennen wir doch irgendwoher. War es nicht vor kurzem erst Jennifer Lopez, die dasselbe wollte, wie jetzt Jennifer Aniston? Und es ist gar nicht so lange her, als Hugh Grant auf einen kleinen Jungen getroffen ist, der sein Herz erobert hat – genauso wie es nun Jason Bateman ergeht.</p>
<p>Dass das Genre der romantischen Komödie nicht unbedingt durch Abwechslung besticht, ist keine Neuigkeit. Aber es kommt bekanntlich nicht darauf an, was man hat, sondern nur, was man daraus macht. Und auch, wenn man schon Besseres gesehen hat, so bewegt sich <em>Umständlich verliebt</em> als Gesamtpaket doch im oberen Mittelfeld.</p>
<p>Zu verdanken ist das vor allem den Machern, die anscheinend darauf wert gelegt haben, ihre Geschichte nicht allzu sehr mit gezielten Gags auszustatten, sondern der natürlich entstehenden Komik der Geschehnisse ihren Lauf zu lassen. Indem es vermieden wird, in den Slapstick abzurutschen, gelingt es auch, die ernsthaften Züge der Geschichte geltend zu machen. Abseits dem Witz, der manchen Situation innewohnt, sind es nämlich vor allem tiefgehende Gefühle wie Freundschaft, Liebe und die Angst, jemanden zu verlieren, die den Film begleiten.</p>
<p><strong>Eine gute Mischung</strong></p>
<p>Auch die gelungene Wahl der Darsteller ist nicht zu verachten. Allen voran der entzückende Junge Thomas Robinson, dessen große, oft traurig wirkende Augen verzaubern. Im Zusammenspiel mit Jason Bateman, dem man seinen Pessimismus und seine Neurosen – ebenso wie „Klein-Wally“ Sebastian – vollkommen abnimmt, ist es diesmal Jennifer Aniston, die den etwas bodenständigeren Part innehat. Wobei sie natürlich nach wie vor das nette Mädchen von nebenan bleibt. Das kennt man zwar schon, aber irgendwie gelingt es ihr trotzdem immer wieder, dass man sie gerne in dieser Rolle sieht. Abgerundet wird das Esemble von <a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jeff+Goldblum/" target="_self">Jeff Goldblum</a> als Wallys Vorgesetztem Leonard, der die Nüchternheit seiner Figur gekonnt auslotet, indem er der Ironie, die so manch einer seiner Bemerkungen innewohnt, aufgrund seiner sich kaum verändernden Mimik eine gewisse Schärfe verleiht. Nicht zu vergessen ist auch Juliette Lewis, die sich wieder einmal wunderbar in die Rolle der etwas verrückten Freundin zu fügen weiß.</p>
<p>So sind es vor allem die Charaktere, durch die sich <em>Umständlich verliebt</em> von seinen Genregenossen abhebt. Statt einem Haufen lebensbejahender, fröhlicher Figuren wird man hier mit Pragmatikern, Neurotikern und Zynikern konfrontiert. Damit war jedoch zu rechnen, stehen doch die Produzenten von „<a href="http://www.flimmit.com/film/Little-Miss-Sunshine-Jonathan-Dayton-Abigail-Breslin-F6XOTJ/" target="_blank">Little Miss Sunshine</a>“ und „<a href="http://www.flimmit.com/film/Juno-Jason-Reitman-Ellen-Page-F6Y4SQ/" target="_blank">Juno</a>“ hinter diesem Projekt. An diese beiden absolut hinreißenden Komödien kann man diesmal zwar nicht anschließen, aber in punkto trockenem Humor und intelligenten Dialogen zeigen sich durchaus Ähnlichkeiten, die den Film zu den sehenswerteren seines Genres werden lassen.</p>
<p>Kinostart Österreich: 12. November 2010</p>
<p>Kinostart Deutschland: 11. November 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/umstandlich-verliebt/" target="_blank">Von Alexandra Cech (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em><em>Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Umst%C3%A4ndlich-verliebt-Josh-Gordon-Jennifer-Aniston-F7MP4M/" target="_blank">Umständlich verliebt (2010, Josh Gordon)</a></em></em></p>
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		<title>Yo, también &#8211; Me too</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 06:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wer will schon normal sein?&#8221; &#8211; Berührend, heiter und intelligent erzählt Yo, también von der scheinbar unmöglichen Liebe zwischen einer lebenslustigen, unangepassten Frau und einem Mann mit Down-Syndrom. Daniel (Pablo Pineda) ist 34 Jahre alt und hat das Down-Syndrom. Das hat ihn jedoch nicht daran gehindert, ein Hochschulstudium mit Auszeichnung zu absolvieren und ein Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Yo, también &amp;#8211; Me too"> <p>&#8220;Wer will schon normal sein?&#8221; &#8211; Berührend, heiter und intelligent erzählt <em>Yo, también</em> von der scheinbar unmöglichen Liebe zwischen einer lebenslustigen, unangepassten Frau und einem Mann mit Down-Syndrom.</p>
<p>Daniel (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Pablo+Pineda/" target="_blank">Pablo Pineda</a>) ist 34 Jahre alt und hat das Down-Syndrom. Das hat ihn jedoch nicht daran gehindert, ein Hochschulstudium mit Auszeichnung zu absolvieren und ein Leben wie jeder andere zu führen. Abgesehen von der Tatsache, dass ihm die meisten Menschen wenig zutrauen und er sich bisher vergeblich nach Liebe sehnt.</p>
<p>Als er gut gelaunt seinen ersten Job in einer staatlichen Behörde zur Unterstützung von Behinderten antritt, wird er selbst dort mit altbekannten Vorurteilen konfrontiert. Das beste an seinem neuen Arbeitsplatz ist jedoch Laura (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Lola+Due%C3%B1as/" target="_blank">Lola Dueñas</a>), eine unangepasste junge Frau, die wegen ihrer vielen Männerbekanntschaften von ihren Kollegen auch schon mal als Schlampe bezeichnet wird.</p>
<p>Doch Daniel hat nichts an ihr auszusetzen und Laura findet Gefallen an Daniels herzlicher, witziger und erstaunlich intelligenter Art. Die beiden freunden sich an, skeptisch beäugt sowohl von ihren Arbeitskollegen, als auch von Daniels Mutter (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Isabel+Garc%C3%ADa+Lorca/" target="_blank">Isabel García Lorca</a>), die nicht verstehen kann, dass eine &#8220;normale&#8221; Frau ernsthaftes Interesse an ihrem Sohn haben könnte.</p>
<p>Währenddessen bahnt sich ein Drama in der von Daniel besuchten Tanzgruppe für Menschen mit Down-Syndrom an. Luisa (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Lourdes+Naharro/" target="_blank">Lourdes Naharro</a>) und Pedro (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Daniel+Parejo/" target="_blank">Daniel Parejo</a>) haben sich ineinander verliebt, doch sowohl die Betreuer der Gruppe als auch ihre Eltern versuchen ihre Beziehung zu unterbinden, woraufhin die beiden verschwinden.</p>
<p>Auch bei Daniel und Laura könnte aus Freundschaft Liebe werden, wären da nicht ungelöste Probleme aus Lauras Vergangenheit und die große Frage, ob solch eine Beziehung überhaupt möglich sein kann.</p>
<p><strong>Neu sehen lernen</strong></p>
<p>Wer jetzt denkt, <em>Yo, también</em> sei ein Problemfilm, ist schon in die Vorurteilsfalle getappt. Denn das ist dieser lebensfrohe spanische Film überhaupt nicht. Er selbst stellt Behinderungen nicht als Problem dar, sondern als eine von vielen Herausforderungen, die einem das Leben so bieten kann. Selbst wer nach außen &#8220;normal&#8221; scheint, ist es innerlich oft gar nicht. Und so muss man als Zuschauer erst einmal lernen, neu wahrzunehmen. Wer oder was ist normal? Wem traut und wem spricht man was zu? Wer kann und wer &#8220;darf&#8221; wen lieben?</p>
<p>Trotz seiner außergewöhnlichen Charaktere bleibt <em>Yo, también</em> eine Liebesgeschichte, die von den gleichen Hoffnungen und Ängsten bestimmt ist, wie jeder sie kennt, nur dass die Unsicherheit sich selbst gegenüber und darüber, die richtige Entscheidung zu treffen, durch die ungleichen Partner prägnanter wird. Wie sich diese beiden liebenswerten Außenseiter zwischen Anziehung und Zweifeln bewegen, wird mit großer Zuneigung erzählt, bleibt immer leicht und besitzt trotzdem Tiefgang, ohne ins Tragische, Belehrende oder &#8220;Gutmenschenhafte&#8221; abzugleiten.</p>
<p><strong>So verschieden, so nah</strong></p>
<p>Dieses hervorragende Konzept funktioniert auch deshalb so gut, weil es von den beiden Hauptdarstellern aufs Beste getragen wird. Pablo Pineda, der Darsteller des Daniel, nach dessen eigenem Vorbild die Rolle gestaltet wurde, ist tatsächlich der erste Europäer mit Down-Syndrom, der einen Hochschulabschluss sein Eigen nennen kann. Seine unerfüllten Sehnsüchte und seine Einsamkeit waren es, die die Filmemacher zu <em>Yo, también</em> inspirierten. Er verkörpert diesen ihm sehr ähnlichen Charakter mit großer Ernsthaftigkeit, Sensibilität und einem guten Schuss Ironie. Obowhl er der außergewöhnlichste Charakter des Films ist, erscheint er oft gleichzeitig als der innerlich am Normalsten gebliebene.</p>
<p>Viele der &#8220;Gesunden&#8221; sind es dagegen, die ihr Anderssein in sich tragen und so gut es geht verstecken. Laura zum Beispiel hat aus ihrer Kindheit noch ein schweres Erbe zu tragen und versucht das durch ihr toughes Auftreten, exzessives Feiern und unbedeutende One-Night-Stands zu kompensieren. Dabei ist sie trotzdem eine verletztliche Seele geblieben, die sich der liebevollen Zuneigung Daniels nicht entziehen kann. Lola Dueñas verleiht ihr eine mitreißende  Charaktermischung aus Kratzbürstigkeit, Lebenslust und Liebenswürdigkeit, die zu Recht preisgekrönt wurde.</p>
<p><strong>Lieben dürfen</strong></p>
<p>Auf spannende Weise wird Daniels und Lauras Näherkommen von einer weiteren Liebesgeschichte gespiegelt und bereichert. Luisa und Pedro haben beide das Down-Syndrom, sind aber bei weitem nicht so in die &#8220;normale&#8221; Gesellschaft integriert wie Daniel. Diese Liebe zwischen zwei Behinderten wird selbst von den ihnen am nächsten stehenden Menschen als unmöglich und verwerflich angesehen, obwohl für sie ein liebender Partner einen wahrscheinlich noch viel größeren Stellenwert im Leben einnimmt, als für andere.</p>
<p>Akzeptiert werden, Nähe, Liebe, Vorurteile, Unsicherheit. Es sind sehr elementare, sehr menschliche Aspekte, denen sich <em>Yo, también</em> verschreibt, und die er auf wahrhaftige und lebensfrohe Weise behandelt. Auch wenn der Film gegen Ende ein paar Längen zeigt, so sollte man ihn doch nicht verpassen. Auch deshalb nicht, weil er einem mit schalkischem Witz immer mal wieder den Spiegel vorhält, sodass man seine eigene Engstirnigkeit erkennt und sich über sie amüsieren kann.</p>
<p>Kinostart Österreich: 5. November 2010</p>
<p>In Deutschland bereits im August angelaufen.</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/yo-tambien-me-too/" target="_blank">Von Carolin Färber (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em>Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Me-too-Wer-will-schon-normal-sein-Antonio-Naharro-Lola-Due%C3%B1as-F7O3N1/" target="_blank">Me too &#8211; Wer will schon normal sein (2009, Antonio Naharro)</a></em></p>
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		<title>Wall Street: Geld schläft nicht</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Oct 2010 04:49:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Finanzhai Gordon Gekko ist zurück &#8211; und man freut sich auf seine diabolischen Spielchen mit unserem lieben Geld. Doch die spannenden Stunden im Dschungel raubtierhafter Spekulanten sind nicht ungetrübt. Dafür verzettelt sich der Film zu sehr in Familienproblemen und benutzt die Finanzkrise nur als beliebiges Hintergrundrauschen. 2001 wird Gordon Gekko (Michael Douglas), ehemaliger Finanzhai und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Wall Street: Geld schläft nicht"> <p>Finanzhai Gordon Gekko ist zurück &#8211; und man freut sich auf seine diabolischen Spielchen mit unserem lieben Geld. Doch die spannenden Stunden im Dschungel raubtierhafter Spekulanten sind nicht ungetrübt. Dafür verzettelt sich der Film zu sehr in Familienproblemen und benutzt die Finanzkrise nur als beliebiges Hintergrundrauschen.</p>
<p>2001 wird Gordon Gekko (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Michael+Douglas/" target="_blank">Michael Douglas</a>), ehemaliger Finanzhai und König der Wall Street, nach einer achtjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen. Sieben Jahre später präsentiert er sein Buch &#8220;Ist Gier gut?&#8221;, das die gängigen Finanzpraktiken anklagt und eine große Krise voraussagt. Besonders interessiert daran ist Jake Moore (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Shia+LaBeouf/" target="_blank">Shia LaBeouf</a>), ein jungen Aktienhändler der Wall Street, der in umweltfreundliche Energien investiert. Er ist verlobt mit Gekkos Tochter Winnie (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Carey+Mulligan/" target="_blank">Carey Mulligan</a>), die nichts mehr mit ihrem Vater zu tun haben will, seit ihr Bruder nach der Inhaftierung Gekkos an Drogen starb.</p>
<p>Jake möchte Vater und Tochter wieder versöhnen und sich mit Gekkos Hilfe an dem skrupellosen Banker Bretton James (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Josh+Brolin/" target="_blank">Josh Brolin</a>) rächen, der falsche Gerüchte streuen lies, um die von maroden Krediten geschwächte Bank seines Konkurrenten &#8211; sowie Jakes Chef und Mentor &#8211; Louis Zabel (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Frank+Langella/" target="_self">Frank Langella</a>) in den Ruin zu treiben, woraufhin dieser sich umbrachte. Jakes kleine Racheaktion gelingt, doch Bretton James wird dadurch auf ihn aufmerksam und möchte den vielversprechenden Jung-Broker in sein Team aufnehmen. Jake nimmt an, mit der Absicht, in dieser Position sowohl das Energie-Unternehmen weiter unterstützen zu können, als auch Bretton James noch größeren Schaden zuzufügen. Doch sowohl James als auch Gordon Gekko spielen ein gefährliches Spiel mit ihm, das Jake noch nicht durchschaut.</p>
<p><strong>Welcome back</strong></p>
<p>Gordon Gekko ist eine Legende. Wer mit so viel Lust, Charme und Arroganz alles und jeden um sich herum betrügt, den möchte man doch zu gern wiedersehen. Zumal er sich genau dann wieder ins große Geldverschieben einklinkt, wenn die Finanz- und Wirtschaftswelt vor dem großen Absturz steht. Eine geniale Kombination, könnte man meinen &#8211; die doch nicht recht aufgeht.</p>
<p>Zweifellos kann man auch einiges Gutes über den Film sagen. Michael Douglas hat Gekko kongenial wiederbelebt, auch wenn ihm das Drehbuch nicht viele diabolische Glanzmomente gewährt. Ähnlich verhält es sich mit Carey Mulligan, die hier zwar wenig mehr als süß dreinschauen darf, aber sicher vor einer großen Karriere steht. Josh Brolin darf als skrupelloser Banker Bretton James dagegen so richtig die Beißerchen wetzen und punktet mit einer schön fiesen 80-er Jahre Visage.</p>
<p>Sie alle sind hübsch anzusehen in diesem nicht ganz unspannenden Film. <em>Wall Street: Geld schläft nicht</em> ist solide gemacht und schafft es in seinen besten Momenten, dass einem so richtig schlecht wird von den dekadenten, gewissen- und verantwortungslosen Großspekulanten, die nicht nur mit Geld, sondern auch mit vielen tausend Arbeitsplätzen und letztlich auch Leben jonglieren. Bezeichnend dafür ist eine Szene, in der die Kamera während einem Charity-Dinner in der New Yorker Met eine Weile ausschließlich über die überbordenden Ohrringe der feinen Damen gleitet. Ein nutzloses, aber unendlich teures Geschmeide nach dem anderen schwebt ins Bild &#8211; Statussymbole derjenigen, die sich einfach alles leisten können, während sich draußen eine Finanz- und Wirtschaftskrise unabsehbaren Ausmaßes anbahnt.</p>
<p><strong>Wohin geht die Reise?</strong></p>
<p>Doch letztlich fehlt es dem Film an Drive, denn er findet sein Zentrum nicht. Zu viele ausufernde Nebenhandlungen, die alle kein großes dramatisches Potential besitzen und auch in Kombination nicht überzeugen, bringen die Handlung schwer vom Fleck. Die Beziehung von Jake und Winnie ist bestensfalls als harmlos zu bezeichnen, Winnies Konflikt mit ihrem Vater kommt nicht in Schwung, Jakes Suche nach einer Vaterfigur in Gekko wird kaum ausgespielt, Gekko selbst tritt nicht besonders oft auf und hat viel von seiner einstigen Fiesheit eingebüßt, und Jakes belanglose Kabbeleien mit seiner in kleinere Finanznöte geratenen Immobilienmakler-Mutter sind völlig vernachlässigenswert. Durch so viel Kleinzwist unterbrochen, nimmt die eigentliche Haupthandlung &#8211; Jakes Finanzgeschäfte und Racheaktion &#8211; nie wirklich Fahrt auf, zumal man den Eindruck hat, dass Jake selbst nicht recht weiß, was er da eigentlich will und macht.</p>
<p>Dazu kommt, dass Shia LaBeouf als Hauptdarsteller wenig Zugkraft besitzt. Er ist zwar sympathisch und sicher nicht untalentiert, aber solch ein gutmütiger und harmloser Softie, dass einem bald jedes Interesse an ihm abhanden kommt. Auch Susan Sarandon verbreitet keinen darstellerischen Glanz. Vielleicht war ihr aber auch schon bald klar, dass ihr Rolle als Jakes Mutter so völlig unbedeutend ist, dass sie sich nicht einmal angestrengt hat. Und weshalb Charlie Sheen als Bud Fox völlig unmotiviert zwei Bildschirmminuten erhält, nur um dort &#8211; genau wie sein derzeitiger Seriencharakter aus <em>Mein cooler Onkel Charlie</em> &#8211; mit zwei Frauen im Arm und breitem Grinsen belanglose Informationen zum Besten zu geben, bleibt auch ein Geheimnis.</p>
<p><strong>Auf dem Spielplatz</strong></p>
<p>Natürlich soll sein Auftritt an die Ereignisse des ersten Films erinnern, doch ob das so eine gute Idee war? Schließlich merkt man dadurch erst recht, dass sich der Verlauf des Sequels erstaunlich eng an das Konzept des ersten <em>Wall Street</em> Films anlehnt. Auch hier dachte ein junger Broker, er könnte sich mit den Alten anlegen und kräftig absahnen &#8211; natürlich für einen guten Zweck -, wird dann aufs Kreuz gelegt und kann die Sache schlussendlich doch noch retten. Damals funktionierte das jedoch viel besser, weil die Geschichte von Bud Fox sowohl klarer als auch anschaulicher war. Bud hatte zwei Ziele: Reich werden bei Gordon Gekko und die von Zerschlagung bedrohte Airline &#8220;Blue Star&#8221;, Arbeitsplatz seines Vaters, zu retten. Doch <em>Wall Street: Geld schläft nicht</em> fehlt es an beidem, sowohl am Fokus des Protagonisten als auch am konkreten Beispiel dafür, was skrupellose Finanzwirtschaft anrichten kann. So wird die Finanzkrise zwar mit ein paar beeindruckenden Zahlen und dem Bankrott einer Bank beschrieben, aber ihre desaströsen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft &#8211; von Konkursen, über Massenentlassungen bis hin zu Staatsbankrotten -, bleibt vollkommen unerwähnt und kann damit auch nicht zur Dramatik der Geschichte beitragen. Schade eigentlich, wenn man bedenkt, was man daraus alles hätte machen können.</p>
<p>So bleibt neben der nicht besonders überzeugenden Familienzusammenführung am Schluss nur die Erkenntnis, dass die Finanzwelt anscheinend immer noch ein hübscher Abenteuerspielplatz ist, auf dem man zwar vom Klettergerüst fallen kann, aber doch immer wieder auf den Füßen landet. Zumindest, wenn man ein Big Player ist.</p>
<p>Kinostart Österreich: 22. Oktober 2010</p>
<p>Kinostart Deutschland: 21. Oktober 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/wall-street-geld-schlaft-nicht/" target="_blank">Von Carolin Färber (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p>Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Wall-Street-Geld-schl%C3%A4ft-nicht-Oliver-Stone-Shia-LaBeouf-F7MPLL/" target="_blank">Wall Street: Geld schläft nicht (2010, Oliver Stone)</a></p>
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		<title>Goethe!</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 16:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine biographische Verfilmung der jungen Jahre des Johann Wolfgang Goethe und die Entstehung seines Bestsellers „Die Leiden des jungen Werther“. Trotz seines dramaturgischen Potenzials gelingt es dem Film nicht, einen Leidensweg zu zeigen, der bewegt. Der 22-jährige Johann Goethe (Alexander Fehling) studiert nach Wunsch seines Vaters (Henry Hübchen) zwar Jura, ist jedoch viel mehr daran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Goethe!"> <p>Eine biographische Verfilmung der jungen Jahre des Johann Wolfgang Goethe und die Entstehung seines Bestsellers „Die Leiden des jungen Werther“. Trotz seines dramaturgischen Potenzials gelingt es dem Film nicht, einen Leidensweg zu zeigen, der bewegt.</p>
<p>Der 22-jährige Johann Goethe (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Alexander+Fehling/" target="_blank">Alexander Fehling</a>) studiert nach Wunsch seines Vaters (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Henry+H%C3%BCbchen/" target="_blank">Henry Hübchen</a>) zwar Jura, ist jedoch viel mehr daran interessiert, sich den Freuden des Lebens und dem Schreiben zu widmen. Der festen Überzeugung mit seinem Drama „Götz von Berlichingen“ endlich Anerkennung für sein Talent zu finden, kümmert es Goethe nur wenig, dass er seine Doktor-Prüfung nicht besteht. Doch der Verlag lehnt sein Werk ab und da sein Vater nicht mehr bereit ist, sein Studium weiterhin zu finanzieren, verschafft er seinem Sohn eine Stellung als Referendar beim Reichskammergericht in Wetzlar.</p>
<p>Dort verliebt sich Johann in Lotte Buff (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Miriam+Stein/" target="_blank">Miriam Stein</a>). Was er jedoch nicht weiß, ist, dass sein Vorgesetzter, der Gerichtsrat Albert Kestner (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Moritz+Bleibtreu/" target="_blank">Moritz Bleibtreu</a>), ebenfalls um die Gunst der reizenden jungen Dame wirbt. Dessen Chancen stehen gut, denn Lottes Vater (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Burghart+Klau%C3%9Fner/" target="_blank">Burghart Klaußner</a>) ist sehr angetan von der Aussicht auf eine ehelichen Verbindung seiner Tochter mit dem gut betuchten Kestner. Als alleinstehender Vater, der bald nicht mehr imstande sein wird, arbeiten zu gehen und somit seine vielen Kinder zu versorgen, kommt er nicht umhin, die finanziellen Vorteile in den Vordergrund zu rücken.</p>
<p>So fügt sich Lotte dem Wunsch des Vaters zum Wohle ihrer Familie. Der am Boden zerstörte Johann sucht Trost im Rausch und bei seinem Freund und Referendarskollegen Wilhelm Jerusalem (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Volker+Bruch/" target="_blank">Volker Bruch</a>). Auch dieser hat sich unsterblich verliebt, jedoch in eine verheiratete Frau, die ihm gerade das Herz gebrochen hat. Jerusalem sieht nur einen Ausweg aus seinem Leiden: Vor den Augen seines Freundes begeht er Selbstmord. Als Johann dann noch von Kestner ausgetrickst wird und in Haft landet, beginnt er fieberhaft zu schreiben, um seiner Verzweiflung Ausdruck zu verleihen. So entsteht „Die Leiden des jungen Werther“.</p>
<p><strong>Distanz statt Identifikation</strong></p>
<p>Zwei Liebende, die aufgrund äußerer Umstände nicht zusammen sein können, ein Freund, der sich das Leben nimmt und eine Dreiecksbeziehung, in der beide Männer nicht wissen, dass sie dieselbe Frau lieben. Der Film zeigt Konflikte auf, die durchaus dramaturgisches Potenzial aufweisen. Trotzdem gehen sie großteils spurlos an einem vorüber, ohne dass eine Art Identifizierung entsteht, die zum Mitleiden auffordern würde.</p>
<p>Eine Geschichte, die im 18. Jahrhundert spielt, hat meist den Nachteil, dass eine gewisse Distanz zur damaligen Lebenssituation der Menschen, verstärkt durch ihr Erscheinungsbild, gegeben ist. Umso mehr muss sie ihren Fokus auf die Vermittlung nachvollziehbarer Konflikte und tiefgehender Emotionen legen. Auch wenn hier starke Gefühle im Spiel sind und die Schauspieler ihr Bestes geben, bleibt es leider nur bei dem Versuch, ihren Leiden Ausdruck zu verleihen. So merkt man Miriam Stein als Lotte Buff zwar an, dass sie mit ihrer Entscheidung zwischen Liebe und Verantwortung gegenüber ihrer Familie hadert. Jedoch scheint sie bald im Reinen mit ihrer Wahl, den Weg der Vernunft zu gehen. Tränen fließen, aber als unglückliche Frau kann sie wohl nicht beschrieben werden.</p>
<p>Auch der Freitod Jerusalems sorgt zwar für einen kurzen Schockmoment, aber die Tatsache, dass er sich auf eine Affäre mit einer verheirateten Frau einlässt und dabei nicht bedenkt, dass es nicht zu seinen Gunsten ausgehen könnte, lassen an der Intelligenz und dem Realitätssinn dieses jungen Mannes zweifeln. So wird er zu einer blauäugigen, übersensiblen Figur, dessen Schmerz zwar bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar ist, aber nicht zur Identifikation einlädt.</p>
<p><strong>Johann Goethe Superstar</strong></p>
<p>Selbst die Hauptfigur Johann Goethe ist nicht immer glaubhaft. Seine Enttäuschung und Verzweiflung sind durchaus präsent, aber dass er ernsthaft dazu imstande wäre, sich das Leben zu nehmen, wird nicht nur durch biographisches Wissen zunichte gemacht. Zu lebensfroh ist diese Figur und zu ängstlich, seinem Dasein ein Ende zu setzen, hat Johann doch auch ein anderes Ventil gefunden, um seinem Kummer Ausdruck zu verleihen. Dabei ist gerade der Aspekt der Erschaffung von Kunst aus erfahrenem Leid – auch wenn dieser als nichts Neues und schon fast als Klischee gelten kann – wohl der interessanteste des Films.</p>
<p>„Die Leiden des jungen Werther“ löste, der Überlieferung zufolge, nicht nur eine Selbstmordwelle unter jungen Männern aus, sondern auch einen wahren „Hype“ um den jungen Autor. Johann Goethe wurde mit seinem Werk praktisch über Nacht zum Superstar, zum Medienphänomen, bekannt, beliebt und umringt von zahlreichen Fans, die ein Autogramm ihres Idols ergattern wollten. Zumindest ist es das, was die Abschlussszene des Films vermittelt. Was filmische Überzeichnung oder wahre Begebenheit ist, sei dahingestellt, denn auch Regisseur und Drehbuchautoren geben zu, dass Vieles in ihrer Geschichte nicht den Tatsachen entspricht. Aber wie schon Lotte Buff antwortet, als ihr die Frage nach der Wahrheit hinter den „Leiden des jungen Werther“ gestellt wird: „Es ist mehr als die Wahrheit. Es ist Dichtung“.</p>
<p>Kinostart Deutschland: 14. Oktober 2010</p>
<p>Kinostart Österreich: 15. Oktober 2010</p>
<p><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/goethe/" target="_blank">Von Alexandra Cech (Filmtauchgänge)</a></p>
<p>Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Goethe-Philipp-St%C3%B6lzl-Moritz-Bleibtreu-F7O41T/" target="_blank">Goethe! (2010, Philipp Stölzl)</a></p>
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		<title>Die Legende der Wächter</title>
		<link>http://blog.flimmit.com/2010/10/die-legende-der-wachter/</link>
		<comments>http://blog.flimmit.com/2010/10/die-legende-der-wachter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 16:49:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Animation auf höchstem Niveau macht den Film zu einem optischen Spektakel, dem es trotz seiner klassischen Story-Struktur auch gelingt, tiefgehende Emotionen zu erzeugen. Wer hätte gedacht, dass man einen Haufen animierter Eulen so sehr ins Herz schließen kann?! Die Heldengeschichten seines Vater Noctus (Hugo Weaving) über die Wächter von Ga&#8217;Hoole begeistern die junge Eule Soren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Die Legende der Wächter"> <p>Animation auf höchstem Niveau macht den Film zu einem optischen Spektakel, dem es trotz seiner klassischen Story-Struktur auch gelingt, tiefgehende Emotionen zu erzeugen. Wer hätte gedacht, dass man einen Haufen animierter Eulen so sehr ins Herz schließen kann?!</p>
<p>Die Heldengeschichten seines Vater Noctus (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Hugo+Weaving/" target="_blank">Hugo Weaving</a>) über die Wächter von Ga&#8217;Hoole begeistern die junge Eule Soren (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jim+Sturgess/" target="_blank">Jim Sturgess</a>) jedes Mal aufs Neue. Während sich seine kleine Schwester Eglantine (Adrienne DeFaria) von seinem Enthusiasmus anstecken lässt, steht Sorens älterer Bruder Kludd (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Ryan+Kwanten/" target="_blank">Ryan Kwanten</a>) den Sagen über diese einst großen Kämpfer skeptisch gegenüber, hat man doch noch nie einen dieser Wächter zu Gesicht bekommen.</p>
<p>Aber nicht nur deshalb ist Kludd von seinem jüngeren Bruder genervt. Das Gefühl, dass sein Vater Soren bevorzugt und dessen Geschick bei den nächtlichen Flugübungen nagen an ihm. Weshalb er sich auch, trotz besseren Wissens, von Soren dazu überreden lässt, Flugversuche auf eigene Faust zu unternehmen.</p>
<p>So kommt es, dass die Brüder in die Klauen zweier kriegerischer Eulen geraten, die sie gegen ihren Willen mit sich nehmen. Die jungen Eulen landen im Sankt-Ägolius-Internat für verwaiste Eulen. Dort erwartet sie die mächtige Anführerin Nyra (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Helen+Mirren/" target="_blank">Helen Mirren</a>), die die Neuankömmlinge begutachtet und sie in zwei Gruppen teilt. Soren und Kludd haben dabei den Vorteil, Schleiereulen aus dem Wald von Tyto zu sein. Denn das Ziel des Internats, deren Anführer, allen voran ihr König Eisenschnabel (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Joel+Edgerton/" target="_blank">Joel Edgerton</a>), sich selbst als „die Reinsten“ bezeichnen und vorwiegend der  ernannten Elite der Tyto-Eulen angehören, ist es, eine mächtige Soldatentruppe auszubilden, um alle anderen Eulen unter ihre Herrschaft zu zwingen.</p>
<p>Soren allerdings freundet sich mit dem verängstigten Elfenkauz-Mädchen Gylfie (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Emily+Barclay/" target="_blank">Emily Barclay</a>) an, weshalb er trotz seiner Herkunft der niederen Gruppe zugeteilt wird, die „mondwirr“ gemacht werden sollen, um sich nicht gegen die herrschende Elite wehren zu können. Mithilfe des Raufußkauzes Grimble (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Hugo+Weaving/" target="_blank">Hugo Weaving</a>) gelingt es Soren und Gylfie jedoch aus dem Internat zu entkommen. Soren sieht nur eine einzige Möglichkeit, den Plan der Reinsten zu durchkreuzen: Die Wächter von Ga&#8217;Hoole müssen gefunden und zu Hilfe gerufen werden.</p>
<p><strong>Der Beginn der Heldenreise</strong></p>
<p>„Die Legende der Wächter“ konfrontiert mit der altbewährten Struktur einer Heldenreise. Im Zentrum steht Soren, der bereit ist, sich auf einen gefährlichen Weg zu begeben, weil er fest an etwas glaubt. Begleitet wird er auf seiner Reise von seiner mutigen neuen Freundin Gylfie. Auf ihrem Weg begegen sie dem Höhlenkauz Digger (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/David+Wenham/" target="_blank">David Wenham</a>) und dem Bartkauz Morgengrau (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Anthony+LaPaglia/" target="_blank">Anthony LaPaglia</a>), die sich im Verlauf des Geschehens als Unterstützer für ihr Unterfangen und im Zuge dessen als getreue Freunde erweisen.</p>
<p>Der Archetyp des Weisen, der der Reisegruppe als Wegweiser nach Ga&#8217;Hoole dient, wird durch einen schamanenhaften Ameisenigel (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Barry+Otto/" target="_blank">Barry Otto</a>) verkörpert. Angekommen beim großen Ga&#8217;Hoole Baum trifft Soren auf seinen Förderer und Mentor Ezylryb (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Geoffrey+Rush/" target="_blank">Geoffrey Rush</a>), der ihm dabei hilft, selbst einer jener Helden zu werden, deren Geschichten er bis vor kurzem begeistert lauschte und bewunderte.</p>
<p>Dem gegenüber stehen die Feinde in Gestalt der kriegerischen Elite, deren böser Plan, alle anderen Eulen zu unterwerfen, verhindert werden muss und die sich in Gefangenschaft befindenden Eulen befreit werden sollen. Parallel zu diesem gefährlichen Unterfangen, für das Soren und seine Freunde Unterstützung erbitten, entsteht aus einstigem Bruderzwist ein innerer Konflikt des jungen Helden. Im Gegensatz zu seinem Bruder findet Kludd Gefallen an der Aufmerksamkeit, die ihm im Internat geschenkt wird und an der Idee, einer Elite anzugehören. Hier erfährt er das Lob und die Anerkennung, die er bei seinem Vater vermisste, und hat die Chance, endlich seinem Bruder zu beweisen, dass er der „Bessere“ von beiden ist.</p>
<p><strong>Ein spannendes Abenteuer mit viel Gefühl</strong></p>
<p>Trotz seiner klassischen Story-Struktur, den damit einhergehenden bekannten Konflikten und stereotypen Figuren von Anführern, Helden, Bösewichten, Freunden und Überläufern, durch die eine Geschichte schnell vorhersehbar werden kann, ist „Die Legende der Wächter“ alles andere als langweilig, sondern ein spannendes Abenteuer mit großen Emotionen.</p>
<p>Abgesehen von der inhaltlichen Ebene begeistert der Film vor allem durch die liebevoll und detailliert gestalteten Eulen und ihrer Welt. Den animierten Bildern gelingt es aufgrund ihrer Farbgebung, der mit wunderbarer Kreativität und Phantasie konzipierten Handlungsorte und der actionreichen Szenen in ihren Bann zu ziehen. Spektakuläre Flugszenen und kämpferische Eulen, ausgerüstet mit eisernen Helmen und scharfen Klauen aus Metall, die sie sich überstreifen, um gegen ihre Feinde gewappnet zu sein, verleihen der Animation einen beeindruckenden Spielfilmcharakter. Vor allem in dieser Hinsicht gewinnt der Film aufgrund seiner dreidimensionale Gestaltung und auch diejenigen, die bisher dem 3D-Hype mit Vorbehalt begegnet sind, werden hier Gefallen an den Möglichkeiten dieser Technik finden.</p>
<p>Das Zusammenspiel aus altbekannten Konflikten, wie die Gier nach Macht oder die Rivalität unter Brüdern, und grundlegenden Emotionen wie Eifersucht, dem Wunsch nach Zugehörigkeit, die Zuneigung zu und Sorge um Freunde und Familie, geben dem Film eine emotional ansprechende Basis. Gepaart mit malerischen Bildern, von entzückend bis angsteinflößend gezeichneten Eulen-Figuren, die schon fast etwas Menschliches in sich tragen und ausstrahlen und einer guten Portion Humor wird „<a href="http://www.flimmit.com/film/Die-Legende-der-W%C3%A4chter-Zack-Snyder-Hugo-Weaving-F7MQJO/" target="_blank">Die Legende der Wächter</a>“ zu einem mitreißenden Erlebnis.</p>
<p>Kinostart Deutschland: 14. Oktober 2010</p>
<p>Kinostart Österreich: 15. Oktober 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/die-legende-der-wachter/" target="_blank">Von Alexandra Cech (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em>Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Die-Legende-der-W%C3%A4chter-Zack-Snyder-Hugo-Weaving-F7MQJO/" target="_blank">Die Legende der Wächter (2010, Zack Snyder)</a></em></p>
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		<title>Micmacs &#8211; Uns gehört Paris!</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 09:16:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Truppe obdachloser Schrotthändler tritt gegen zwei Waffenfabrikanten an. Regisseur Jean-Pierre Jeunet lässt wieder liebevoll-skurrile Charaktere Abenteuer in Paris erleben, doch an den bezwingenden Zauber seiner Fabelhaften Welt der Amélie reicht Micmacs nicht heran. Bazil (Dany Boon) hat es nicht leicht im Leben. Als er noch klein war, kam sein Vater beim Minenräumen in Nordafrika [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Micmacs &amp;#8211; Uns gehört Paris!"> <p>Eine Truppe obdachloser Schrotthändler tritt gegen zwei Waffenfabrikanten an. Regisseur <a href="http://www.flimmit.com/regisseur/Jean-Pierre+Jeunet/" target="_blank">Jean-Pierre Jeunet</a> lässt wieder liebevoll-skurrile Charaktere Abenteuer in Paris erleben, doch an den bezwingenden Zauber seiner <em><a href="http://www.flimmit.com/film/Die-fabelhafte-Welt-der-Amelie-Jean-Pierre-Jeunet-Audrey-Tautou-F6S690/">Fabelhaften Welt der Amélie</a></em> reicht <em>Micmacs</em> nicht heran.</p>
<p>Bazil (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Dany+Boon/" target="_blank">Dany Boon</a>) hat es nicht leicht im Leben. Als er noch klein war, kam sein Vater beim Minenräumen in Nordafrika ums Leben. Als Erwachsener bekommt er durch Zufall und Pech eine verirrte Kugel in den Kopf. Zum Glück steckt sie, ohne vorerst Schaden anzurichten, in seinem Kopf fest, sollte aber auch nicht herausgenommen werden. Wieder aus dem Krankenhaus entlassen, sind sein Job und seine Wohnung weg. So landet Bazil auf der Straße, wo er sich mit kleinen Tricks über Wasser hält.</p>
<p>Dadurch lernt er auch den Straßenhändler Canaille (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jean-Pierre+Marielle/" target="_blank">Jean-Pierre Marielle</a>) kennen, der ihn mit zu seiner &#8220;Familie&#8221; nimmt: Einer Gemeinschaft von Überlebenskünstlern, die auf einem Schrottplatz in einer kuriosen Höhle aus Müll wohnt. Jeder dort ist etwas Besonderes: Zum Beispiel Mademoiselle Kautschuk (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Julie+Ferrier/" target="_blank">Julie Ferrier</a>), die so biegsam ist, dass sie in das Gemüsefach des Kühlschranks passt, Calculette (<a href="http://www.flimmit.com/s/Marie-Julie+Baup/" target="_blank">Marie-Julie Baup</a>), die mit einem Blick Maße und Gewichte berechnet, Bricàbrac (<a href="http://www.flimmit.com/s/Dominique+Pinon/" target="_blank">Dominique Pinon</a>), der einiges an Metall in seinem Körper hat und Petit Pierre (Michel Cremades), der aus Schrott poetische Figuren baut.</p>
<p>Als Bazil entdeckt, wer die Waffen produziert hat, die seinen Vater töteten und ihm das Leben schwer machten, beschließt er, den Verantwortlichen den Kampf anzusagen und erhält bedingungslose Unterstützung von seiner neuen Wohngemeinschaft. Auf raffiniert-kreative Art verwickeln die Schrotthändler die hochtechnisierten und gegenseitig verfeindeten Fabrikanten in einen ruinösen Wettstreit.</p>
<p><strong>Schwierige Verbindung</strong></p>
<p><em>Micmacs</em> strotzt, wie schon <em>Amélie</em>, vor schrulligen Charakteren und einer Fülle an bezaubernden Ideen. Doch wo sich diese poetisch-verträumten Bestandteile bei <em>Amélie</em> zu einem bezaubernden und stimmigen Filmuniversum zusammenfügten, funktioniert dies bei <em>Micmacs</em> nicht mehr so einfach. Dabei versucht Regisseur Jeunet mit einigen Aspekten an seinen großen Hit anzuschließen. Die Handlung spielt wieder in Paris, doch diesmal nicht im romantischen Montmartre, sondern in den modernen und düsteren Vierteln der Stadt. Auch sein Held ist wieder ein einsames, innerlich Kind gebliebenes Wesen, das gutes Tun will und sich nach Geborgenheit sehnt. Doch Frankreichs derzeit erfolgreichster Komiker Dany Boon (<em><a href="http://www.flimmit.com/film/Willkommen-bei-den-Schtis-Dany-Boon-Kad-Merad-F7D2KW/" target="_blank">Willkommen bei den Scht&#8217;is</a></em>) bleibt erstaunlich blass in seiner Rolle des sanften Rächers.</p>
<p>Mit verantwortlich dafür ist sicher auch der schwache Plot. Bazils Plan, mit Obdachlosen gegen mächtige Waffenhändler anzutreten ist nicht nur absurd, sondern auch schlecht motiviert, selbst wenn sein Vorgehen vor herrlichen Einfällen strotzt und immer wieder von typisch &#8220;Jeunetschen&#8221;, wunderlichen Einfügungen bereichert wird. Doch genau diese Verbindung zwischen humorvoller Poesie und ernster Thematik funktioniert letztlich nicht. Die Poesie schwächt die Brisanz des Waffenthemas und diese wiederrum spricht dem Träumerischen in gewisser Weise die Daseinsberechtigung ab.</p>
<p><strong>Alles kein Problem</strong></p>
<p>Auch die bunte Schar an Charakteren kommt einem nicht wirkliche nahe. Schon die Hauptfigur Bazil bietet mit seiner sorglosen Kindlichkeit angesichts existentieller Probleme (potentiell tödliche Kugel im Kopf, Arbeits- und Obdachlosigkeit) kaum Identifikationspotetial. Und dem Rest der vor skurrilen Typen strotzenden Truppe merkt man allzu oft die Entstehung auf dem Reißbrett an.</p>
<p>Auch scheint es im Film niemandem wirklich schlecht zu gehen. Sie leben zwar inmitten von Müll, aber warum traurig sein, wenn man doch so viel Spaß dabei haben kann, Waffenfabriken in die Luft zu jagen. Bei so viel Action bleibt dann auch die zart angedeutete Liebesgeschichte zwischen Bazil und Madame Kautschuk fast auf der Strecke, um dann zum Happy End nicht sehr überzeugend wieder aufgewärmt zu werden.</p>
<p>Unterhaltsam ist <em>Micmacs</em> trotzdem, aber sehr lange wird er nicht in Erinnerung bleiben.</p>
<p>Kinostart Österreich: 8.10.2010</p>
<p>In Deutschland schon seit Juli im Kino.</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.de/micmacs/" target="_blank">Von Carolin Färber (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Micmacs-Uns-geh%C3%B6rt-Paris-Jean-Pierre-Jeunet-Dany-Boon-F7MORT/" target="_blank">Micmacs &#8211; Uns gehört Paris! (2009, Jean-Pierre Jeunet)</a></span></em></p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>Konferenz der Tiere (in 3D)</title>
		<link>http://blog.flimmit.com/2010/10/konferenz-der-tiere-in-3d/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 10:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>OJ</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Menschen sich schon nicht um die Welt kümmern, müssen es wenigstens die Tiere tun! &#8211; Dem ersten europäischen Animationsfilm in 3D fehlt es an Leichtigkeit und erzählerischer Souveränität und doch schafft er es, ein paar seiner Qualitäten gut auszuspielen. Das Erdmännchen Billy lebt in der afrikanischen Savanne, einem Paradies für Tiere. Seine Freizeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Konferenz der Tiere (in 3D)"> <p>Wenn die Menschen sich schon nicht um die Welt kümmern, müssen es wenigstens die Tiere tun! &#8211; Dem ersten europäischen Animationsfilm in 3D fehlt es an Leichtigkeit und erzählerischer Souveränität und doch schafft er es, ein paar seiner Qualitäten gut auszuspielen.</p>
<p>Das Erdmännchen Billy lebt in der afrikanischen Savanne, einem Paradies für Tiere. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit kleinen Spielereien und seinem besten Freund, dem gutmütigen Löwen Sokrates. Doch ein ernstes Problem bahnt sich an: Das Wasser, das wie jedes Jahr um diese Zeit aus den Bergen kommen sollte, bleibt verschollen. Noch dazu kämpfen am letzten verbleibenden Wasserloch streitsüchtige Nashörner und Büffel und lassen den anderen Tieren keine Chance mehr, daraus zu trinken. Als Billy es trotz vollmundiger Versprechungen wieder nicht schafft, dort Wasser zu holen, ist sein Sohn Junior so enttäuscht von dem verträumten Tunichtgut, dass er nichts mehr mit ihm zu tun haben will.</p>
<p>Um die Achtung seines Sohnes wiederzuerlangen und den Tieren der Savanne zu helfen, macht Billy sich mit Sokrates auf, nach dem Verbleib des Wassers zu fahnden. Im Tal des Todes treffen sie aber nicht nur auf hungrige Aasgeier und den gefährlichen schwarzen Panther, sondern auch auf eine ganz besondere Truppe: Charles, den gallischen Hahn, eine Eisbärin, zwei Galapagos-Schildkröten, ein Känguru und einen Tasmanischen Teufel. Sie alle sind aus ihren ursprünglichen Lebensräumen vertrieben worden und suchen nun nach dem letzten menschenleeren Platz auf Erden.</p>
<p>Zusammen ist das Wasser bald gefunden: Es wird hinter einem gigantischen Staudamm festgehalten, der zur Versorgung eines Luxushotels dient, in dem zu diesem Zeitpunkt die 168. (erfolglose) Klimakonferenz abgehalten wird. Da die kleine Truppe aber nicht allein gegen den riesigen Wall und den gefährlichen Jäger Hunter ankommen kann, beschließen sie, eine Konferenz der Tiere abzuhalten.</p>
<p><strong>Déjà-vu in Afrika</strong></p>
<p>Auch ohne Hinweis auf Erich Kästner&#8217;s Kinderbuchklassiker ist es kein Wunder, wenn einem diese Geschichte seltsam vertraut vorkommt, denn schon vor zwei Jahren lief ein erfolgreicher Animationsfilm mit erstaunlichen Parallelen im Kino: Auch in Madagascar 2 musste, neben einigen weiteren Programmpunkten, in der afrikanischen Savanne ein von Menschenhand erbauter Staudamm zerstört werden, um den Tieren das verwehrte Wasser zurückzubringen. Auch wenn das den Autoren von &#8220;Konferenz der Tiere&#8221; zu Beginn ihrer Arbeit vor drei Jahren noch nicht bekannt sein konnte, ist das doch ziemlich dumm gelaufen.</p>
<p>Mit herausragender Originalität kann dieser erste deutsche 3D-Animationsfilm daher nicht mehr punkten. Dazu gesellen sich leider noch weitere Mankos, die den durchaus vorhandenen Reizen des Films immer wieder in die Quere kommen. Vor allen Dingen fehlt es dem Film an der in US-Produktionen oft bewundernswert eingesetzen Leichtigkeit der Erzählung sowie an einem durchgehend funktionierenden Humor. Darunter leidet vor allem das &#8220;Hauptfigürchen&#8221; Billy, das Erdmännchen, der sowohl wenig Charakter als auch einen völlig unlustigen Humor abbekommen hat.</p>
<p>Und damit ist er nicht allein. Neben den völlig reizlosen Menschengestalten bleiben auch einige der wichtigen Tierfiguren schlichtweg farblos. Dazu kommt noch, dass der als &#8220;Kern der Geschichte&#8221; ausgerufene Vater-Sohn-Konflikt zwischen Billy und Junior so lieblos und langweilig gestaltet ist, dass er schlichtweg nicht funktioniert und damit die Motivation Billys, überhaupt erst nach dem Wasser zu suchen &#8211; trotz drohendem Verdursten &#8211; nicht als stark empfunden wird.</p>
<p><strong>Stärken</strong></p>
<p>Trotz einiger Mängel hat der Film aber auch ein paar nicht zu verachtende Stärken vorzuweisen. Zum einen wäre da die schlichtweg geniale Idee, eine Horde süßer Tiere zur Rettung der Welt antreten zu lassen (denn soviel sei verraten, es bleibt nicht bei der Staudammsprengung). Aus Umweltzerstörung, Verschwendung und Klimawandel kann der Film in Kombination mit seinen tierischen Helden zuweilen großes Potential schlagen und hat genau dann auch seine stärksten und berührendsten Momente, was gerade bei Kindern &#8211; die sich oft besser auf die Notwendigkeit der Weltenrettung verstehen als die Erwachsenen &#8211; auf großes Interesse stoßen dürfte.</p>
<p>Auch darf man nicht veschweigen, dass der Film durchaus nicht mit netten Ideen geizt und es mit Charles, dem gallischen Hahn, letztlich doch noch schafft, einen richtigen Komödianten</p>
<p>aufzubieten, der auch zusammen mit der Elefantenkuh Angie, der Anführerin der Savannentiere, ein paar nette deutsch-französische Scherze zum Besten gibt. Diese kleinen politischen Anspielungen sind es dann auch, die humoristisch gesehen im Film am besten funktionieren.</p>
<p><strong>Und doch berührend &#8230;</strong></p>
<p>Visuell betrachtet braucht sich &#8220;Konferenz der Tiere&#8221; keineswegs hinter ähnlichen US-Produktionen zu verstecken, auch wenn sich, vielleicht bedingt durch die 3D-Umsetzung, ein seltsamer Kontrast zwischen der extrem detailgenauen Gestaltung der Tiere und dem oft recht &#8220;leeren&#8221; Hintergrund ergibt. Auch die Musik spielt, bewusst oder unbewusst, mit ständigen (Ab-)Brüchen, die sich nicht immer harmonisch mit der Geschichte verbinden und zuweilen sogar ein wenig unbeholfen wirken</p>
<p>Doch trotz dieser sehr gemischten Bilanz kann der Film punkten. Oder wie sollte man es sonst bewerten, wenn nach dem letzten, starken Coup der Tiere, die ganze Schaar der sonst so abgebrühten Journalisten noch lange im Kinosaal sitzen blieben.</p>
<p>Kinostart Österreich: 8. Oktober 2010</p>
<p>Kinostart Deutschland: 7. Oktober 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.de/konferenz-der-tiere-in-3d/" target="_blank">Von Carolin Färber (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Die-Konferenz-der-Tiere-Reinhard-Klooss-Christoph-Maria-Herbst-F7ODEI/" target="_blank">Die Konferenz der Tiere (2010, Reinhard Klooss)</a></span></em></p>
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