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	<title>Flimmit Blog &#187; flimmit Filmnews &amp; Reviews</title>
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		<title>Flimmit gratuliert „Bock for President“ zum österreichischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 13:38:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lisi</dc:creator>
				<category><![CDATA[about flimmit]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Awards]]></category>
		<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag, 29. Jänner 2011 wurde zum ersten Mal der Österreichische Filmpreis vergeben. In 13 Kategorien wurden herausragende Leistungen des österreichischen Films ausgezeichnet. Der von den Regisseuren Houchang und Tom-Dariusch Allahyaris in Szene gesetzte Film „Bock for President“ wurde zum besten österreichischen Dokumentarfilm gekürt. Zu Tränen gerührt von den minutenlangen Standing Ovations des Publikums zeigte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2011/01/banner_aufbau_bockforpresident.jpg" alt="Flimmit gratuliert „Bock for President“ zum österreichischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm"> <p>Am Samstag, 29. Jänner 2011 wurde zum ersten Mal der Österreichische Filmpreis vergeben. In 13 Kategorien wurden herausragende Leistungen des österreichischen Films ausgezeichnet.</p>
<p>Der von den Regisseuren Houchang und Tom-Dariusch Allahyaris in Szene gesetzte Film <a href="http://www.flimmit.com/bock-for-president/" target="_blank"><strong>„</strong>Bock for President<strong>“</strong> </a>wurde zum besten österreichischen Dokumentarfilm gekürt. Zu Tränen gerührt von den minutenlangen Standing Ovations des Publikums zeigte sich die Protagonistin des Films und Sozialarbeiterin Ute Bock.</p>
<p>Flimmit gratuliert herzlich den Regisseuren und vor allem Ute Bock, deren ungebrochener Einsatz für Flüchtlinge in Österreich nun auch von der Akademie des Österreichischen Films gebührend honoriert wurde.</p>
<p>PS: „Bock for President“ ist in der <a href="http://www.flimmit.com/specials/oesterreichischer-film/" target="_blank">„Österreich Ecke“</a> von Flimmit online erhältlich.</p>
<p>Also Flimmit aufdrehen, Film streamen oder downloaden und Film ab!</p>
<p>Euer Flimmit Team</p>
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		<title>Altes Stück, junge Liebe</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 09:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kalafudra</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kalafudra's Kino]]></category>
		<category><![CDATA[August Diehl]]></category>
		<category><![CDATA[Detlev Buck]]></category>
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		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Schiller]]></category>
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		<category><![CDATA[Paula Kalenberg]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[Kabale und Liebe ist ein Stück von Friedrich Schiller, das vor fünf Jahren anlässlich dessen 200. Todestages von Leander Haußmann verfilmt wurde. Es geht darin um den jungen Adeligen Ferdinand (August Diehl), der sich in die bürgerliche Musikantentochter Luise (Paula Kalenberg) verliebt. Die zwei sind sehr glücklich miteinander &#8211; aber leider sind weder Luises Vater [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/lena-1.jpg" alt="Altes Stück, junge Liebe"> <p><a href="http://www.flimmit.com/film/Kabale-und-Liebe-Leander-Hau%C3%9Fmann-Paula-Kalenberg-F6XYG5/" target="_blank">Kabale und Liebe</a> ist ein Stück von Friedrich Schiller, das vor fünf Jahren anlässlich dessen 200. Todestages von <a href="http://www.flimmit.com/regisseur/Leander+Hau%C3%9Fmann/" target="_blank">Leander Haußmann</a> verfilmt wurde.</p>
<p>Es geht darin um den jungen Adeligen Ferdinand (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/August+Diehl/" target="_blank">August Diehl</a>), der sich in die bürgerliche Musikantentochter Luise (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Paula+Kalenberg/" target="_blank">Paula Kalenberg</a>) verliebt. Die zwei sind sehr glücklich miteinander &#8211; aber leider sind weder Luises Vater Miller (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Ignaz+Kirchner/" target="_blank">Ignaz Kirchner</a>), der sich um seine Tochter sorgt, noch Ferdinands Vater, der Präsident (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/G%C3%B6tz+George/" target="_blank">Götz George</a>) von dieser Verbindung begeistert.</p>
<p>Der Präsident möchte nämlich eigentlich, dass Ferdinand die Lady Milford (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Katja+Flint/" target="_blank">Katja Flint</a>) heiratet, die Mätresse des Herzogs; diese Ehe soll die soziale Stellung des Präsidenten sichern. Ferdinand ist verzweifelt und beschließt, sich der Lady anzuvertrauen: er bittet sie, das Hochzeitsangebot abzulehnen und ihn damit aus der Affäre zu ziehen. Aber die Lady, die selber in Ferdinand verliebt ist, lehnt ab.</p>
<p>Als Ferdinand dennoch keine Anstalten zeigt, Luise aufzugeben sondern ihr stattdessen vorschlägt, einfach wegzulaufen, beschließt der Präsident, dass er zu härteren Mitteln greifen muss. Gemeinsam mit seinem Sekretär Wurm (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Detlev+Buck/" target="_blank">Detlev Buck</a>) und dem Hofmarschall (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Georg+Friedrich/" target="_blank">Georg Friedrich</a>) heckt er einen Plan aus: Er möchte Ferdinands Misstrauen und Eifersucht anstacheln, um so die beiden Liebenden endgültig zu entzweien.</p>
<p>Viele von uns haben Kabale und Liebe wahrscheinlich in der Schule gelesen [Ich nicht, weswegen ich jetzt auch nicht auf das Stück eingehen werde.] &#8211; Schiller ist ja Pflichtprogramm. Deswegen mag er vielleicht einen staubigen Nachgeschmack in vielen Köpfen hinterlassen, wie alles, was in der Schule gelesen wurde, irgendwie altbacken oder bemüht cool war (vielleicht war das auch nur bei mir so).</p>
<p>Verdient hat Schiller das jedenfalls nicht und Haußmann gibt dem Stück im Film eine überraschend moderne Note, trotz der historisch-klassischen Inszenierung. Das sorgt beides für frischen Wind, der den eventuell noch vorhandenen Schulstaub davonbläst.</p>
<p>Zur Hilfe kommt ihm hier aber vor allem auch die hervorragende Besetzung: August Diehl ist wie üblich großartig, Katja Flint ist absolut umwerfend und Georg Friedrich gibt dem Hofmarschall eine wunderbar-skurrile Note. Ignaz Kirchner und Katharina Thalbach tragen viel zum Humor in diesem Stück bei (der trotz der tragischen Ereignisse erstaunlich vordergründig ist). Allein Paula Kalenberg bleibt ein bisschen farblos; das mag aber vor allem an der Rolle liegen.</p>
<p>Kabale und Liebe ist also eine frische und muntere Neubearbeitung von Schiller, der man eigentlich nur die Musik ankreiden kann &#8211; die ist dafür aber wirklich furchtbar. Trotzdem bleibt der Film sehenswert.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Kalafudra mag Theaterstücke, Filme und Filme, die auf Theaterstücken basieren. Über diese schreibt sie dann in ihrem <a href="http://kalafudra.wordpress.com/" target="_blank">Blog</a>.</p>
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		<title>Aus dem Leben gegriffen</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 09:15:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kalafudra</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Goran Rebic]]></category>
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		<category><![CDATA[Ljubisa Samardzic]]></category>
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		<category><![CDATA[Michael Jovanovic]]></category>
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		<description><![CDATA[Jugofilm spielt in Wien, Anfang der 90er: eine serbische Einwandererfamilie schickt einen ihrer beiden Söhne, Sascha (Merab Ninidze), zurück nach Jugoslawien um die Oma nach Österreich zu holen. Schließlich kriselt es in der alten Heimat und man möchte die ganze Familie in Sicherheit wissen. Aber bevor Sascha wieder zurückkommen kann, bricht der Krieg aus und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/lena-1.jpg" alt="Aus dem Leben gegriffen"> <p><a href="http://www.flimmit.com/film/F6QL10/" target="_blank">Jugofilm</a> spielt in Wien, Anfang der 90er: eine serbische Einwandererfamilie schickt einen ihrer beiden Söhne, Sascha (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Merab+Ninidze/" target="_blank">Merab Ninidze</a>), zurück nach Jugoslawien um die Oma nach Österreich zu holen. Schließlich kriselt es in der alten Heimat und man möchte die ganze Familie in Sicherheit wissen. Aber bevor Sascha wieder zurückkommen kann, bricht der Krieg aus und er wird eingezogen und verschwindet für fast ein Jahr.</p>
<p>In Wien macht sich in der Zwischenzeit seine Familie große Sorgen um ihn, weiß aber nicht wirklich, was sie tun kann. Schließlich kommt Saschas Bruder Milan (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Michael+Jovanovic/" target="_blank">Michael Jovanovic</a>) auf die Idee, einen jugoslawischen Radiosender anzurufen und nach Sascha zu suchen, der sich dann auch wirklich zurückmeldet. Und nicht nur das, er kommt nach Österreich zurück &#8211; mit seiner bosnischen Frau Suza (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Tamara+Simunovic/" target="_blank">Tamara Simunovic</a>).</p>
<p>Sascha erwartet sich Ruhe und Frieden in Österreich, was er auch Suza verspricht. Aber stattdessen findet er auch in Wien dieselben Spannungen: Sein Vater Bora (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Ljubisa+Samardzic/" target="_blank">Ljubisa Samardzic</a>) hat sich mit seinem besten Freund zerstritten, weil der Kroate ist. Sascha Auto wird zerstört, weil es aus Jugoslawien kommt. Und vor allem auch in Sascha tobt der Krieg weiter, auch wenn er mit niemandem darüber sprechen möchte.</p>
<p>Jugofilm ist eine sensible Herantastung an ein schwieriges Thema. Regisseur <a href="http://www.flimmit.com/regisseur/Goran+Rebic/" target="_blank">Goran Rebic</a> beschränkt sich dabei darauf, einfach eine gute Geschichte zu erzählen. Großartige Gesten und über die Maßen dramatische Ereignisse haben hier keinen Platz. Stattdessen zeigt er, dass die ganz normale Realität genug Dramatik hat und dass Gewalt gar nicht erst ausufernd werden muss, um traumatisch zu sein.</p>
<p>Leider bricht Rebic diese gewinnbringende Formel dann allerdings mit seinem Ende, das etwas überzeichnet ist und einfach nicht zu dem Rest des Filmes passen will, auch wenn den ganzen Film hindurch darauf angespielt wird.</p>
<p>Bis etwa 10 Minuten vor Schluss ist der Film aber wirklich fantastisch. Die Immigrantenkultur in Wien wird gut getroffen (zumindest von der Warte einer Außenstehenden aus) und ist sowieso etwas, dass in der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft zu wenig Platz bekommt.</p>
<p>Auch die Beziehung zwischen Milan und Sascha &#8211; gekonnt dargestellt von Jovanovic und vor allem Ninidze &#8211; wird mit viel Einfühlungsvermögen von Rebic gehandhabt und verleiht dem Film noch mal mehr Charme. Und als wär das alles noch nicht Grund genug, sich den Film anzusehen, hat er auch noch ein paar wirklich schöne Aufnahmen von Wien, besonders vom Flakturm im Esterházypark aus.</p>
<p>Insofern sollte man Jugofilm wirklich nicht versäumen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><a href="http://kalafudra.wordpress.com/" target="_blank">Kalafudra</a> freut sich immer, wenn sie Orte in Filmen erkennt. Besonders wenn&#8217;s ein guter Film ist.</p>
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<a rel="nofollow" id="print" target="_blank" href="http://www.printfriendly.com/print?url=http%3A%2F%2Fblog.flimmit.com%2F2011%2F01%2Fkalafudra-jugofilm%2F&partner=sociable" title="Print this article!"><img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/plugins/sociable/images/printfriendly.png" title="Print this article!" alt="Print this article!" class="sociable-hovers" /></a>]]></content:encoded>
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		<title>Viel Pathos, wenig Geld</title>
		<link>http://blog.flimmit.com/2011/01/kalafudra-der-wille-der-sterne/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 15:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kalafudra</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kalafudra's Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Cecco d'Ascoli]]></category>
		<category><![CDATA[Der Wille der Sterne]]></category>
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		<category><![CDATA[Gianni Musy]]></category>
		<category><![CDATA[movie review]]></category>
		<category><![CDATA[Remo Girone]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Stadlober]]></category>
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		<category><![CDATA[Toni Bertorelli]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wille der Sterne ist ein Film über das Leben (oder eigentlich eher das Sterben) von Cecco d&#8217;Ascoli, einem mittelalterlichen Astrologen und Mathematiker, der der Ketzerei beschuldigt und am Scheiterhaufen verbrannt wurde. Cecco (Tobias Moretti) ist vor kurzem erst nach Florenz gekommen, wo er die Gunst des ansäßigen Fürsten erheischt, da er mithilfe der Sterne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/lena-1.jpg" alt="Viel Pathos, wenig Geld"> <p><a href="http://www.flimmit.com/specials/oesterreichischer-film/der-wille-der-sterne/" target="_blank">Der Wille der Sterne</a> ist ein Film über das Leben (oder eigentlich eher das Sterben) von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cecco_d%27Ascoli" target="_blank">Cecco d&#8217;Ascoli</a>, einem mittelalterlichen Astrologen und Mathematiker, der der Ketzerei beschuldigt und am Scheiterhaufen verbrannt wurde.</p>
<p>Cecco (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Tobias+Moretti/" target="_blank">Tobias Moretti</a>) ist vor kurzem erst nach Florenz gekommen, wo er die Gunst des ansäßigen Fürsten erheischt, da er mithilfe der Sterne den Fall von Ludwig von Bayern vorhersagen kann. Daraufhin befördert ihn der Fürst zum Hofarzt, was dem eigentlich für den Job vorgesehnen Dino del Garbo (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Remo+Girone/" target="_blank">Remo Girone</a>) äußerst sauer aufstößt.</p>
<p>Gemeinsam mit dem Kanzler (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Gianni+Musy/" target="_blank">Gianni Musy</a>) heckt Dino deswegen einen Plan aus: Dino hat in Bologna gemeinsam mit Cecco unterrichtet und zeigte schon damals Cecco an, weil er ein Horoskop von Jesus Christus erstellt und damit den freien Willen und Gottes Allmacht in Frage gestellt hat. Cecco wurde damals verurteilt, hat widerrufen und Bologna verlassen.</p>
<p>Auf wiederholte Ketzerei steht die Todesstrafe. Cecco wird verhaftet und in den Kerker gesperrt, während der Inquisitor (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Toni+Bertorelli/" target="_blank">Toni Bertorelli</a>) seine Arbeit tut, um zu entscheiden, ob Cecco tatsächlich sterben soll. Währenddessen bekommt Cecco in seiner Zelle Gesellschaft von dem jungen Paolo (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Robert+Stadlober/" target="_blank">Robert Stadlober</a>), der frisch von der Folter &#8211; er soll mit seiner Mutter geschlafen haben &#8211; hereingetragen wird. Zwischen den beiden entspannt sich eine Art Freundschaft, die aber Cecco schließlich zum Verhängnis werden soll.</p>
<p>In Der Wille der Sterne werden große Reden geschwungen und teilweise hehre Ziele verfolgt. Aber wirklich Begeisterung will nicht aufkommen. Das mag vielleicht daran liegen, dass es so deutlich ist, dass der Produktion nicht viel Geld zur Verfügung gestanden ist: die Besetzung ist klein, jeder hat genau ein Kostüm, die Sets sind spärlich ausgestattet und insgesamt wird nur mit wenigen gearbeitet.</p>
<p>Viele kleine Produktionen schaffen es, trotzdem einen gewissen Charme zu haben. Aber Regisseur Piero Maria Benfatti schafft diesen Sprung nicht: der Film ist nicht schlecht gemacht, und die Mittel, die zur Verfügung gestanden sind, wurden ganz gut eingesetzt. Trotzdem bleibt der Film einfach ein bisschen unattraktiv.</p>
<p>Auch Tobias Moretti und Robert Stadlober, die ansonsten hervorragende Schauspieler sind, können ihren Figuren nicht wirklich Leben einhauchen. Man fragt sich bis zum Schluss, warum man eigentlich von Ceccos Schicksal betroffen sein sollte.</p>
<p>Nichtsdestotrotz vermittelt der Film doch ein paar Gedankengänge, die vor allem theologisch Interessierten Freude machen werden. Leider hat er aber nicht viel mehr zu bieten.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Kalafudra schreibt einen <a href="http://kalafudra.wordpress.com/" target="_blank">Blog</a>, für den sie im Mittelalter wahrscheinlich auch am Scheiterhaufen gelandet wäre. Deswegen ist sie recht froh, in der Gegenwart zu leben.</p>
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		<title>Für Freunde der Meta-Ebene</title>
		<link>http://blog.flimmit.com/2011/01/kalafudra-flustern-des-mondes/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 09:15:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kalafudra</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kalafudra's Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Das Flüstern des Mondes]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Hartel]]></category>
		<category><![CDATA[film review]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Stampfer]]></category>
		<category><![CDATA[Liane Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Satzinger]]></category>
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		<description><![CDATA[In Das Flüstern des Mondes erschüttert eine Reihe von Morden Österreich: in Graz werden Gemeinderatsmitglieder mit Hilfe von Giftfröschen umgebracht. Jannis (Julian Stampfer) und sein Freund Patrick (Dominik Hartel) beschließen, der Sache nachzugehen. Ihre Spur führt sie zu einem kleinen Zirkus, wo Patrick, der nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr spricht, undercover geht, während Jannis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/lena-1.jpg" alt="Für Freunde der Meta-Ebene"> <p>In <a href="http://www.flimmit.com/film/F7DLCA/" target="_blank">Das Flüstern des Mondes</a> erschüttert eine Reihe von Morden Österreich: in Graz werden Gemeinderatsmitglieder mit Hilfe von Giftfröschen umgebracht. Jannis (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Julian+Stampfer/" target="_blank">Julian Stampfer</a>) und sein Freund Patrick (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Dominik+Hartel/" target="_blank">Dominik Hartel</a>) beschließen, der Sache nachzugehen.</p>
<p>Ihre Spur führt sie zu einem kleinen Zirkus, wo Patrick, der nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr spricht, undercover geht, während Jannis die Videoüberwachung übernimmt.</p>
<p>Patrick freundet sich dort mit Mo (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Julia+Schwarz/" target="_blank">Julia Schwarz</a>) an, die an einer Hautkrankheit leidet und deswegen nur spezielles Licht verträgt &#8211; und Tageslicht schon gar nicht.</p>
<p>In der Zwischenzeit fängt auch Patricks Mutter (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Liane+Wagner/" target="_blank">Liane Wagner</a>), die selber Journalistin ist, an, der Sache nachzugehen und findet Hinweise darauf, dass die Grazer Bürgermeisterin mit einer Doppelgängerin ausgetauscht wurde.</p>
<p>Das Flüstern des Mondes ist <a href="http://www.flimmit.com/regisseur/Michael+Satzinger/" target="_blank">Michael Satzinger</a>s erster Film und eine wilde Mischung aus Verschwörungstheorien, Romanze und Komödie. Vor allem wird hier aber mit den normalen Grenzen des Mediums Film gespielt: Spezialeffekte werden vor unseren Augen eingefügt, anderes wird ausradiert, dann wird mal zurückgespult und so weiter.</p>
<p>Dadurch wird der Zuseher zum &#8220;Mitverschwörer&#8221; und gestaltet den Film scheinbar aktiv mit. Dieses Konzept geht auch schön auf und sorgt für den Charme und den Humor des Filmes.</p>
<p>Andere Dinge funktionieren leider nicht so gut: Julian Stampfer und Dominik Hartel sind keine besonders guten Schauspieler und ihre Dialoge wirken immer hölzern. Was vor allem störend ist, weil Julian Stampfer auch noch den Erzähler spielt und es eigentlich keine Szene gibt, wo er nicht zumindest zu hören ist. Zu ihrer Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass die Dialoge und Erzählsequenzen von Haus aus schon recht steif geschrieben sind.</p>
<p>Auch der Plot gerät gegen Ende des Films komplett außer Kontrolle und das Ende wirkt wie eine aufgesetzte Notlösung, mit der man einfache auf eine Erklärung jeglicher Art verzichtet. Das wirkt ein bisschen feig, aber vor allem unbefriedigend.</p>
<p>Michael Satzinger zeigt an sich gute Ansätze als Filmemacher. Und trotz der Mängel, die der Film aufweist, zeigt er mindestens ebensoviel Potential. Es bleibt also zu hoffen, dass Das Flüstern des Mondes nicht der letzte Film bleibt, den wir von ihm gesehen haben.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Kalafudra mag die Meta-Ebene, verbringt aber viel zu wenig Zeit dort, da sie normalerweise mit <a href="http://kalafudra.wordpress.com/" target="_blank">Bloggen</a> beschäftigt ist.</p>
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		<title>Internationale Kooperationen zahlen sich aus</title>
		<link>http://blog.flimmit.com/2011/01/kalafudra-joint-venture/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 09:15:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kalafudra</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kalafudra's Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Berner]]></category>
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		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Bloéb]]></category>
		<category><![CDATA[Joint Venture]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach einer Pause ist Kalafudra&#8217;s Kino wieder da &#8211; mit einer kleinen Änderung: Ab nun werden nicht mehr aktuelle Kinofilme rezensiert, sondern Kino aus Österreich. Den Anfang im neuen Jahr und neuen Start macht Dieter Berners Film Joint Venture aus dem Jahr 1994. Christian (Gregor Bloéb) arbeitet für seine Freundin Liane (Nina Franoszek) im semilegalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/lena-1.jpg" alt="Internationale Kooperationen zahlen sich aus"> <p>Nach einer Pause ist Kalafudra&#8217;s Kino wieder da &#8211; mit einer kleinen Änderung: Ab nun werden nicht mehr aktuelle Kinofilme rezensiert, sondern Kino aus Österreich.</p>
<p>Den Anfang im neuen Jahr und neuen Start macht <a href="http://www.flimmit.com/regisseur/Dieter+Berner/" target="_blank">Dieter Berner</a>s Film <a href="http://www.flimmit.com/film/F6PS7Y/" target="_blank">Joint Venture</a> aus dem Jahr 1994.</p>
<p>Christian (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Gregor+Blo%C3%A9b/" target="_blank">Gregor Bloéb</a>) arbeitet für seine Freundin Liane (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Nina+Franoszek/" target="_blank">Nina Franoszek</a>) im semilegalen Bereich: die beiden schmuggeln Eiskästen nach Prag, die sie dort unter der Hand verkaufen. Als sie dann von einer Möglichkeit erfahren, in Prag ein Haus zu ersteigern &#8211; direkt an der Moldau, tolle Lage, müsste nur hergerichtet werden &#8211; sind sie Feuer und Flamme.</p>
<p>Aber dem tschechischen Gesetz nach dürfen nur tschechische Staatsbürger Immobilien kaufen. Also wird nach einem Strohmann gesucht. Liane fährt nach Wien zurück, um das Geld von ihrem Vater zu organisieren, während Christian in Prag bleibt, um einen passenden Gechäftspartner zu finden.</p>
<p>Und wie es die Umstände so wollen stolpert Christian über die charmante Tänzerin Eva (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Michaela+Kuklov%C3%A1/" target="_blank">Michaela Kuklová</a>). Er hilft ihr ein paar Mal aus der Patsche, Evas eigene Hochzeit mit einem japanischem Geschäftsmann, der sie als Stohfrau verwenden möchte, fällt flach und so schnell kann man gar nicht schauen, sind Christian und Eva verheiratet.</p>
<p>Aber das ist erst der Beginn von dem Chaos um einen Häuserkauf.</p>
<p>Joint Venture hat eine nette, etwas vorhersehbare Geschichte mit einem herzigen Ende, das feministische Töne anschlägt.</p>
<p>Die Besetzung ist gut. Vor allem Gregor Bloéb und Michaela Kuklová überzeugen in ihren Rollen. Bloébs Christian ist in gleichen Teilen sympathisch und etwas schleimig, berechnend und ein bisschen unfähig. Eva dagegen naiv und abgebrüht gleichzeitig.</p>
<p>Das Drehbuch von Hilde Berger legt ein flottes Tempo vor und Dieter Berner setzt das gut um. Allerdings fehlen die wirklich guten Lacher. Langweilig ist der Film nie, aber wirklich mitreißend auch nicht.</p>
<p>Der Soundtrack ist nicht wirklich toll. Besonders an der Musik merkt man, dass der Film über 15 Jahre alt ist &#8211; und das wird teilweise ein bisschen nervtötend.</p>
<p>Insgesamt ergibt das einen Film, der kein großer Schenkelklopfer ist, aber der doch für nette Unterhaltung sorgt.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><a href="http://kalafudra.wordpress.com/" target="_blank">Kalafudra</a> war auch schon mal in Prag. Strohmann hat sie keinen gefunden, aber sie hat auch nicht wirklich nach einem gesucht. Vielleicht beim nächsten Mal.</p>
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		<title>The Kids are all right</title>
		<link>http://blog.flimmit.com/2010/11/the-kids-are-all-right/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 07:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Julianne Moore und Annette Bening kämpfen unterhaltsam mit den Problemen, die ein unverhofft auftauchender Samenspender in einer Familie mit zwei lesbischen Müttern auslösen kann. Die hervorragenden Schauspieler lassen fast vergessen, dass sich der Film nicht für eine Perspektive entscheidet und trotz seiner ungewöhnlichen Konstellation äußerst konventionell bleibt. Auf Bitten ihres 15-jährigen Halbbruders Laser (Josh Hutcherson) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="The Kids are all right"> <p><a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Julianne+Moore/" target="_blank">Julianne Moore</a> und <a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Annette+Bening/" target="_blank">Annette Bening</a> kämpfen unterhaltsam mit den Problemen, die ein unverhofft auftauchender Samenspender in einer Familie mit zwei lesbischen Müttern auslösen kann. Die hervorragenden Schauspieler lassen fast vergessen, dass sich der Film nicht für eine Perspektive entscheidet und trotz seiner ungewöhnlichen Konstellation äußerst konventionell bleibt.</p>
<p>Auf Bitten ihres 15-jährigen Halbbruders Laser (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Josh+Hutcherson/" target="_blank">Josh Hutcherson</a>) erkundigt sich die gerade 18 Jahre alt gewordene Joni (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Mia+Wasikowska/" target="_blank">Mia Wasikowska</a>) nach dem Mann, der ihr gemeinsamer Vater ist. Die beiden wurden durch eine Samenspende gezeugt und von jeweils einer ihrer lesbischen Mütter Jules (Julianne Moore) und Nic (Annette Bening) geboren.</p>
<p>Paul (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Mark+Ruffalo/" target="_blank">Mark Ruffalo</a>), der charmante und bodenständige Besitzer eines Bio-Restaurants, ist nicht abgeneigt, seine beiden Kinder kennenzulernen und möchte gerne mit ihnen in Kontakt bleiben. Anders als Laser findet Joni Paul sofort sympathisch, doch ihre Mütter Jules und Nic sind alles andere als begeistert davon, diesen Fremden in ihre Familie eindringen zu lassen.</p>
<p>Nach einem ersten Treffen stellt sich Nic weiterhin vehement gegen ihn, aber Jules hat Gefallen an Paul gefunden und nimmt als angehende Landschaftsarchitektin den Auftrag an, seinen Garten neu zu gestalten. Eine Affäre entspinnt sich zwischen den beiden, während Jules Ehe mit Nic immer stärker in die Krise gerät. Als Paul ihr gesteht, sich in sie verliebt zu haben, merkt Jules, dass sie einen großen Fehler begangen hat. Doch diese Erkenntnis könnte zu spät kommen.</p>
<p><strong>Augenschmaus</strong></p>
<p>Wenn man das Kino verlässt, hat man das Gefühl, einen richtig netten Film gesehen zu haben. Seltsamerweise hält dieses Gefühl aber nicht lange an. Die Gründe für beides sind leicht zu finden. Das Herausragende an „The Kids are all right“ sind ohne jeden Zweifel seine Schauspieler. Sowohl Annette Bening als auch Julianne Moore sind – wie nicht anders zu erwarten &#8211; großartig in ihren Rollen, auch wenn sie Regie und Drehbuch leider allzu oft als nervende „wir-müssen-über-ALLES-reden“ Übermütter inszenieren. Aber wenn die bezaubernd unsichere Jules und der zum Rotwein neigende Kontrollfreak Nic ihre großen Momente haben, dann könnte man ihnen ewig zusehen.</p>
<p>Auch Mia Wasikowska, die vor kurzem die Titelrolle in Tim Burtons „Alice im Wunderland“ spielte, macht sich als sensibler Teenager vielversprechend neben ihren beiden Filmmüttern. Wunderbar anzusehen ist aber vor allem Mark Ruffalo, der vollkommen mühelos zwischen sorgenfreiem Lebemann und herrlich bemühtem Neu-Vater hin und her wechselt, der nebenbei seine Blicke und Finger einfach nicht von der lesbischen Mutter seines Sohnes lassen kann. Dabei wirkt er so liebenswert und hilfslos, dass man ihn gleich zum Hauptdarsteller seines eigenen Films machen möchte.</p>
<p><strong>Wessen Geschichte</strong></p>
<p>Doch damit stellt sich schon die Frage, wessen Geschichte hier eigentlich erzählt wird. Tatsächlich kann sich der Film für keine eindeutige Erzählperspektive entscheiden und wechselt mal von der Sehnsucht eines jungen Mannes, seinen Vater kennenzulernen, zu der Herausforderung eines Mädchens, sich von den überfürsorglichen Müttern zu lösen, hin zu den Beziehungsproblemen eines Ehepaars und dann wieder zu der Frage eines ewigen Jungesellen, was er sich eigentlich für seine private Zukunft wünscht. Eine Menge netter Geschichten, die aber jede für sich zu kurz kommt. Der Handlungsstrang um Laser, der sich zuerst nach einem Vater sehnt, gleich beim ersten Treffen von ihm enttäuscht ist und später lernt, sich von einem Freund zu distanzieren, der ihn nicht gut behandelt, endet sogar einfach in der Mitte des Films, woraufhin er nur noch als Statist am weiteren Geschehen teilnimmt.</p>
<p>Auch bemüht sich der Film allzu offensichtlich, mit seiner Geschichte um eine lesbische Familie und einen Samenspender besonders unkonventionell zu wirken. Diese verkrampfte Bestrebung resultiert dann entweder in braven lesbischen Sexszenen während im Fernseher ein Schwulenporno läuft oder in ständigen Ehe-Zänkereien zwischen zwei ach so sensiblen Frauen, die alles am liebsten politisch korrekt ausdiskutieren wollen. Hat man das mal überstanden, bleibt ein vollkommenes All-American-Familienidyll, samt ultrabraver, intelligenter und sportlicher Kinder und eine tausendmal gesehene Ehekrise aufgrund gegenseitigen Missverstehens und eines Seitensprungs. Aber immerhin entschädigen die Schauspieler für vieles.</p>
<p>Kinostart Österreich: 19. November 2010</p>
<p>Kinostart Deutschland: 18. November 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/the-kids-are-all-right/" target="_blank">Von Carolin Färber (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em><a href="http://www.flimmit.com/film/The-Kids-Are-All-Right-Lisa-Cholodenko-Mia-Wasikowska-F7O5BV/" target="_blank">Film bei Flimmit: The Kids are all right (2010, Lisa Cholodenko)</a></em></p>
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		<title>Carlos &#8211; Der Schakal</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 18:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Ilich Ramírez Sánchez alias Carlos war einst der meistgesuchteste Mann der Welt. Édgar Ramírez brilliert in der Darstellung dieses Terroristen und Verführers, Egomanen und kaltblütigen Killers in einer spannenden Tour de Force durch die politischen und terroristischen Wirren der 70er und 80er Jahre. Anfang der 70er schließt sich der aus Venezuela stammende Ilich Ramírez Sánchez [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Carlos &amp;#8211; Der Schakal"> <p>Ilich Ramírez Sánchez alias Carlos war einst der meistgesuchteste Mann der Welt. <a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/%C3%89dgar+Ram%C3%ADrez/" target="_blank">Édgar Ramírez</a> brilliert in der Darstellung dieses Terroristen und Verführers, Egomanen und kaltblütigen Killers in einer spannenden Tour de Force durch die politischen und terroristischen Wirren der 70er und 80er Jahre.</p>
<p>Anfang der 70er schließt sich der aus Venezuela stammende Ilich Ramírez Sánchez (Édgar Ramírez) der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) an und wird 1973 Chef der Pariser Vertretung der Organisation. Noch im gleichen Jahr verübt er in London zwei Anschläge. Zwei Jahre später tötet er bei einer Razzia in einer Pariser Wohnung zwei Agenten des französischen Geheimdienstes und den Mann, der ihn verraten hatte.</p>
<p>Ebenfalls 1975 leitet er den &#8211; unter anderem von Saddam Hussein unterstützten &#8211; Überfall auf das OPEC-Hauptquartier in Wien und nimmt einige Ölminister der Konferenz als Geiseln. Doch die Flucht mit dem Flugzeug nach Bagdad scheitert. Als die Terroristen auf dem Flughafen von Algier festsitzen, akzeptiert Carlos als Gegenleistung für die Freilassung der beiden letzten Geiseln &#8211; dem saudi-arabischen und dem iranischen Ölminister &#8211; ein Lösegeld. Da diese beiden jedoch die eigentlichen Ziele der Operation waren, wird Carlos wegen Ungehorsams aus der PFLP ausgeschlossen.</p>
<p>Daraufhin gründet Carlos seine eigene Organisation. Mit seiner späteren Frau Magdalena Kopp (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Nora+von+Waldst%C3%A4tten/" target="_blank">Nora von Waldstätten</a>) und seinem engsten Mitarbeiter Johannes Weinrich (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Alexander+Scheer/" target="_blank">Alexander Scheer</a>) lässt er sich 1979 in Ostberlin nieder und unterhält Verbindungen zur Stasi. Von weiteren Basen in Osteuropa aus, wo er von den jeweiligen Regierungen geduldet wird, arbeitet er von nun an für den höchsten Bieter. Der Irak, Syrien und Libyen gehören zu seinen Kunden.</p>
<p>1982 wird Magdalena Kopp und ein weiterer Terrorist kurz vor der Verübung eines Bombenanschlags in Paris verhaftet. Um eine Freilassung der beiden zu erzwingen, verübt Carlos in der Folge fünf weitere Anschläge. Auf Druck des Westens veranlassen 1984 mehrere osteuropäische Staaten Carlos dazu, seine Basen in ihren Ländern zu schließen. Durch den Niedergang des Ostblocks und den sich neu formenden, internationalen Verbindungen verliert Carlos seine Auftraggeber. Selbst in den arabischen Staaten wird es immer schwieriger für ihn, Unterschlupf zu finden.</p>
<p><strong>Großes europäisches Kino</strong></p>
<p><em>Carlos</em> war dieses Jahr eine der großen Entdeckungen in Cannes, auch wenn er nicht im offiziellen Wettbewerb lief und in seiner &#8211; eigentlich für eine dreiteilige Fernsehausstrahlung gedachten – fünfeinhalb Stunden Fassung lief. (Für diejenigen, die jetzt zusammenzucken: Im Kino wird der Film in den meisten Fällen in seiner dreistündigen Version zu sehen sein.) So gutes Fernsehen hat es jedenfalls schon lang nicht mehr gegeben. So beeindruckendes europäisches Kino sucht auch nach passenden aktuellen Vergleichen. Die französisch-deutsche Produktion unter der Regie von Olivier Assayas trumpft mit einer faszinierenden, auf möglichst genauer Faktenlage basierenden Geschichte auf und hat mit seinem Hauptdarsteller Édgar Ramírez einen beeindruckenden, neuen Star an Bord.</p>
<p>Von Beginn der Geschichte an bewegt sich Carlos mit einer unerschütterlichen Zielstrebigkeit durch das hochexplosive politische und terroristische Geschehen seiner Zeit. Für seine Ziele schreckt er vor keinem Mord zurück. Er weiß zu verführen, zu leiten und sich immer neuen Verhältnissen anzupassen. Und doch wird nie recht klar, was diesen Mann im Innersten eigentlich bewegt und antreibt.</p>
<p>Das ist es auch, was man dem Film, trotz seiner vielen Vorzüge, durchaus als Manko anlasten kann. Neben der oft verwirrenden Komplexität der Geschehnisse, der internationalen und der persönlichen Verwicklungen, bleiben die persönlichen Motive von Carlos und seinen Mitstreitern meist nicht greifbar. Warum ein Venezolaner und eine ganze Reihe milchgesichtiger deutscher Revoluzzer sich dem radikalen, pro-palästinensichen Aktivismus anschließen und später Berufssöldner im Dienste des internationalen Terrorismus werden, bleibt weitgehend im Unklaren und hinterlässt eine gewisse Unzufriedenheit beim Zuschauen, vor allem dann, wenn sie sich ab der Hälfte des Films „selbständig“ machen und sowohl ihre Auftraggeber als auch ihre Ziele undurchsichtiger werden.</p>
<p><strong>Vom Diplomat zum Terroristen</strong></p>
<p>Doch davon einmal abgesehen, hat <em>Carlos </em>eine erstaunlich dichtgedrängte Folge von Action und Konflikten zu bieten, die ihre Brisanz auch daraus ziehen, tatsächlich und quasi vor unserer Haustür passiert zu sein. Dass man 190 oder 330 Minuten gespannt zusehen kann, wird erst recht dann erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sich der Film einen alles andere als positiven Helden als Hauptfigur leistet.</p>
<p>Dieser, in seine Männlichkeit und Macht verliebte, intelligente und charismatische Manipulator, der sich um jeden Preis Respekt erschießen und erbomben will, wird von Édgar Ramírez auf faszinierendste Weise ausgelotet. Ramírez &#8211; der wie Carlos aus Venezuela stammt &#8211; hat mit dieser Rolle höchstwahrscheinlich den Grundstein zu einer immensen Karriere gelegt und ist auch abseits seinem Schauspieler-Dasein eine höchst interessante Persönlichkeit. Der 33-Jährige spricht fünf Sprachen und wollte ursprünglich Diplomat werden. Obwohl er bereits Angebote als Schauspieler hatte, unter anderem in Alejandro González Iñárritus Erstlingshit <em>Amores Perros</em>, leitete er lieber erst einmal eine Organisation, die das Wahlrecht und den freien Zugang zu Kommunikationsmitteln in Lateinamerika forderte. Irgendwann fand er aber doch den Weg ins Filmgeschäft und spielte unter anderem Nebenrollen in „Das Bourne Ultimatum“ und „Che“. Trotzdem engagiert der sich auch weiterhin für Wohltätigkeits- und Menschenrechtsorganisationen in seiner Heimat.</p>
<p>Aber auch Regisseur Olivier Assayas und seine Produzenten dürfen nicht vergessen werden. Wer solch ein logistisches und inszenatorisches Mammut-Projekt (sechs Monate Dreharbeiten, sieben Länder, 120 Schauspieler) in Europa so erfolgreich auf die Beine stellt, von dem will man bald mehr sehen. Seien wir gespannt.</p>
<p>Kinostart Österreich und Deutschland: 4.11.</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/carlos-der-schakal/" target="_blank">Von Carolin Färber (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em>Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Carlos-Olivier-Assayas-%C3%89dgar-Ram%C3%ADrez-F7NX7A/" target="_blank">Carlos (2010, Olivier Assavas)</a></em></p>
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		<title>Du schon wieder</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 12:35:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[flimmit Filmnews & Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine nette, aber nur stellenweise unterhaltsame Komödie über die Frage, was passiert, wenn man seiner Erzfeindin aus der High School nach Jahren wieder begegnet – aufflammende Rivalitäten, Bösartigkeiten und schlussendliche Versöhnung eingeschlossen. Aufgrund der bevorstehenden Hochzeit ihres Bruders Will (Jimmy Wolk) kehrt Marni (Kristen Bell) für einige Tage nach Hause zurück. Doch der freudige Anlass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Du schon wieder"> <p>Eine nette, aber nur stellenweise unterhaltsame Komödie über die Frage, was passiert, wenn man seiner Erzfeindin aus der High School nach Jahren wieder begegnet – aufflammende Rivalitäten, Bösartigkeiten und schlussendliche Versöhnung eingeschlossen.</p>
<p>Aufgrund der bevorstehenden Hochzeit ihres Bruders Will (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/James+Wolk/" target="_blank">Jimmy Wolk</a>) kehrt Marni (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Kristen+Bell/" target="_blank">Kristen Bell</a>) für einige Tage nach Hause zurück. Doch der freudige Anlass wird für sie zum Horrortrip in ihre Vergangenheit, als Marni erfährt, wen ihr Bruder eigentlich heiraten möchte. Denn seine Verlobte Joanna (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Odette+Yustman/" target="_blank">Odette Yustman</a>), die mit Marni dieselbe High School besuchte, machte ihr damals das Leben zur Hölle. Marni kann nicht verstehen, wie sich ihr Bruder in so jemanden verlieben konnte. Doch nicht nur ihn hat Joanna um den Finger gewickelt, auch ihre gesamte Familie ist von ihr hingerissen.</p>
<p>Fast gelingt es Joanna auch, Marni zu überzeugen, dass sie ein anderer Mensch geworden ist. Doch als Marni dahinter kommt, dass Joanna von ihrer ersten Begegnung an genau wusste, wer sie war, obwohl sie das Gegenteil behauptet hatte, und sie noch dazu nicht bereit ist, sich für ihr damaliges Verhalten zu entschuldigen, verwirft Marni all ihre guten Vorsätze, die Vergangenheit ruhen zu lassen und begibt sich auf einen Rachefeldzug: Die Wahrheit über Joanna soll noch vor ihrer Hochzeit ans Licht kommen.</p>
<p>Aber nicht nur Marni, sondern auch ihre Mutter Gail (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jamie+Lee+Curtis/" target="_blank">Jamie Lee Curtis</a>) wird im Zuge der Hochzeitsvorbereitungen von ihrer Vergangenheit eingeholt, als Joannas Tante Ramona (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Sigourney+Weaver/" target="_blank">Sigourney Weaver</a>) plötzlich vor der Tür steht. Gail ist fassungslos, als sie feststellt, dass es sich dabei um ihre ehemals beste Freundin handelt, mit der es jedoch noch vor ihrem High School-Abschluss zu einer heftigen Auseinandersetzung kam, die mit einem Mal zum Bruch der Freundschaft führte. Nun, 30 Jahre später, erwachen die alten Rivalitäten auch zwischen diesen beiden Frauen zu neuem Leben.</p>
<p><strong>Zickenterror</strong></p>
<p>Sind sie nicht wunderbar, diese ewigen Klischees von den immer konkurrierenden, zankenden und zickenden Frauen? Es ist offenbar eine spezielle Eigenheit des weiblichen Geschlechts, nachtragend zu sein, nicht vergessen und verzeihen zu können, stattdessen lieber biestige Kämpfe auszutragen und es solange auf die Spitze zu treiben, bis – Gott sei Dank – die Männer einschreiten und ihnen bewusst machen, was sie da eigentlich tun. Erst dann natürlich sind sie bereit zu der Einsicht, dass sie zu weit gegangen sind und fangen an, sich auf normaler Ebene miteinander zu unterhalten, dem anderen zuzuhören, offen über ihre Gefühle und die Gründe ihres Verhaltens zu sprechen, und Verständnis füreinander zu entwickeln.</p>
<p>Betrachtet man es nüchtern, wie in diesem Film mit stereotypen Frauenbildern gespielt wird, so ist es doch ein bisschen bedenklich, in welches Licht Frauen hier gerückt werden. Aber es handelt sich ja um eine Komödie, die man nicht ernst nehmen soll und die ihre Komik gerade aufgrund ihrer Klischees generiert. In diesem Fall ist Zickenterror angesagt – und wenn, dann richtig, lautete wohl die Devise. Aufgrund der krassen Überzeichnung wirken manche Situation allerdings etwas befremdlich (zum Beispiel, als Marni von einer Gruppe Cheerleader unter der Führung von Joanna – alle samt „We are the Champions“ singend – aus dem Schulgebäude getragen und ausgesperrt wird). Dass man sich diesem gängigen dramaturgischen Mittel bedient, ist natürlich legitim, und das Ziel sollte wohl auch sein, dem Film damit so einige witzige Momente zu verschaffen. Nur, was dabei rauskommt, ist eben nicht immer unterhaltsam, sondern wirkt teilweise zu sehr gewollt und überladen.</p>
<p><strong>Jung und Alt</strong></p>
<p>Ob man den stellenweise nicht funktionierenden Witz allerdings nur dem Drehbuch anlasten kann, ist in diesem Fall zu bezweifeln. Eher liegt es an den weiblichen Hauptdarstellerinnen, Kristen Bell und Odette Yustman, die es einfach nicht schaffen, zu überzeugen. Die Verkörperung ihrer Figuren wirkt platt und einseitig. Während Odette Yustmann als Joanna einfach nur bösartig im Charakter und schön durch ihr Äußeres ist, ist Kristin Bell als Marni schlichtweg uninteressant und hat, egal ob mit oder ohne Brille, mit oder ohne Pusteln im Gesicht, fröhlich oder traurig, stets dieselbe Mimik. Die charakterlichen Veränderung bei Joanna und die Emotionen, die die Begegnung mit ihrer Erzfeindin bei Marni hervorrufen, werden ausgesprochen, aber durch fehlenden Ausdruck kaum spürbar.</p>
<p>Da hätten die beiden wohl lieber während der Dreharbeiten genauer aufgepasst, immerhin hatten sie die Gelegenheit mit Jamie Lee Curtis und Sigourney Weaver zu arbeiten. Im Gegensatz zu ihren jüngeren Kolleginnen gelingt es diesen beiden Schauspielerinnen nämlich sehr wohl, eine überzeugende Leistung abzuliefern. Ein Großteil der erheiternden Momente des Films ist ganz allein ihnen zu verdanken. Auch, wenn die Beziehung zwischen diesen beiden Frauen genauso klischeehaft ist, macht es hier Spaß, ihren erneut aufflammenden Konkurrenzkampf mitanzusehen. So gelingt es <em>Du schon wieder </em>zwar nicht, vollends zu überzeugen, aber doch mit einem Teil ihrer Besetzung punkten, nicht zuletzt auch aufgrund von „Golden Girl“ Betty White als Grandma Bunny.</p>
<p>Kinostart Österreich und Deutschland: 4. November 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/du-schon-wieder/" target="_blank">Von Alexandra Cech (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em><a href="http://www.flimmit.com/film/Du-schon-wieder-Andy-Fickman-Kristen-Bell-F7OECR/" target="_blank">Film bei Flimmit: Du schon wieder (2010, Andy Fickman)</a></em></p>
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		<title>Umständlich verliebt</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 13:12:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kinotipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu im Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal muss man Umwege gehen, um endlich zu erkennen, dass man füreinander bestimmt ist. Weniger romantisch, eher nüchtern-charmant präsentiert sich die Liebesgeschichte zwischen zwei Freunden, die sich trotz ihrer Vorhersehbarkeit nicht in seichten Dialogen und plattem Humor verliert. Seit Jahren sind Wally (Jason Bateman) und Kassie (Jennifer Aniston) eng miteinander befreundet. Sie leben beide in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://blog.flimmit.com/wp-content/uploads/2010/05/neuimmkino.jpg" alt="Umständlich verliebt"> <p>Manchmal muss man Umwege gehen, um endlich zu erkennen, dass man füreinander bestimmt ist. Weniger romantisch, eher nüchtern-charmant präsentiert sich die Liebesgeschichte zwischen zwei Freunden, die sich trotz ihrer Vorhersehbarkeit nicht in seichten Dialogen und plattem Humor verliert.</p>
<p>Seit Jahren sind Wally (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jason+Bateman/" target="_blank">Jason Bateman</a>) und Kassie (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jennifer+Aniston/" target="_blank">Jennifer Aniston</a>) eng miteinander befreundet. Sie leben beide in New York, sind beruflich erfolgreich und Single. Die pragmatische, schlagfertige Kassie ist eine der wenigen, wenn nicht die einzige Frau, die mit Wallys Neurosen und seiner pessimistischen Weltsicht umgehen kann.</p>
<p>Eines Tages teilt Kassie Wally mit, dass sie sich entschlossen hat, ein Kind zu bekommen. Da sie nicht mehr länger warten will, derzeit aber keinen Mann an ihrer Seite hat, will sie sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen. Entgegen Wallys Annahme soll allerdings nicht er der Auserwählte sein, sondern ihr nur dabei helfen, einen passenden Spender zu finden. Wally ist ganz und gar nicht begeistert von Kassies Vorhaben, von ihrer Absage an ihn und am wenigsten von ihrer schlussendlichen Wahl: Roland (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Patrick+Wilson/" target="_blank">Patrick Wilson</a>) ist sportlich, charmant und lebensfroh – im Grunde also das genaue Gegenteil von Wally.</p>
<p>Als ihre Freundin Debbie (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Juliette+Lewis/" target="_blank">Juliette Lewis</a>) eine Befruchtungsparty für Kassie veranstaltet, genehmigt sich Wally in seinem Frust ein paar Drinks zu viel. Im Badezimmer entdeckt er in einem kleinen Behältnis Rolands Sperma und verschüttet es versehentlich. In Kürze soll jedoch Kassies Befruchtung vollzogen werden, weshalb Wally in seiner Not keinen anderen Ausweg sieht, als Rolands „Spende“ durch seine eigene zu ersetzen. Am nächsten Tag kann sich Wally an nichts mehr erinnern.</p>
<p>Kurze Zeit später berichtet Kassie von ihrer geglückten Schwangerschaft und ihrem Plan, zurück nach Minnesota zu ziehen. Sieben Jahre vergehen, bis sie Wally überraschend mit der freudigen Nachricht konfrontiert, bald wieder in New York zu sein. Eigentlich kann Wally mit Kindern nicht sehr viel anfangen, aber Kassies altkluger, leicht neurotischer Sohn Sebastian (<a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Thomas+Robinson/" target="_blank">Thomas Robinson</a>) erstaunt ihn. Umso näher sich die beiden kommen, desto mehr beginnt Wally die Ähnlichkeiten zu sich selbst zu erkennen. Langsam entsteht der Verdacht, Sebastian könnte sein Sohn sein und auch seine Erinnerung kommt schrittweise zurück.</p>
<p><strong>„Plan B für die Liebe“ trifft auf „About a Boy“</strong></p>
<p>Eine Frau, die nicht mehr auf den Richtigen warten will, um sich endlich ihren Kinderwunsch zu erfüllen und ein Mann, den Kinder eigentlich nicht so sehr begeistern, aber der plötzlich Vatergefühle entwickelt. Das kennen wir doch irgendwoher. War es nicht vor kurzem erst Jennifer Lopez, die dasselbe wollte, wie jetzt Jennifer Aniston? Und es ist gar nicht so lange her, als Hugh Grant auf einen kleinen Jungen getroffen ist, der sein Herz erobert hat – genauso wie es nun Jason Bateman ergeht.</p>
<p>Dass das Genre der romantischen Komödie nicht unbedingt durch Abwechslung besticht, ist keine Neuigkeit. Aber es kommt bekanntlich nicht darauf an, was man hat, sondern nur, was man daraus macht. Und auch, wenn man schon Besseres gesehen hat, so bewegt sich <em>Umständlich verliebt</em> als Gesamtpaket doch im oberen Mittelfeld.</p>
<p>Zu verdanken ist das vor allem den Machern, die anscheinend darauf wert gelegt haben, ihre Geschichte nicht allzu sehr mit gezielten Gags auszustatten, sondern der natürlich entstehenden Komik der Geschehnisse ihren Lauf zu lassen. Indem es vermieden wird, in den Slapstick abzurutschen, gelingt es auch, die ernsthaften Züge der Geschichte geltend zu machen. Abseits dem Witz, der manchen Situation innewohnt, sind es nämlich vor allem tiefgehende Gefühle wie Freundschaft, Liebe und die Angst, jemanden zu verlieren, die den Film begleiten.</p>
<p><strong>Eine gute Mischung</strong></p>
<p>Auch die gelungene Wahl der Darsteller ist nicht zu verachten. Allen voran der entzückende Junge Thomas Robinson, dessen große, oft traurig wirkende Augen verzaubern. Im Zusammenspiel mit Jason Bateman, dem man seinen Pessimismus und seine Neurosen – ebenso wie „Klein-Wally“ Sebastian – vollkommen abnimmt, ist es diesmal Jennifer Aniston, die den etwas bodenständigeren Part innehat. Wobei sie natürlich nach wie vor das nette Mädchen von nebenan bleibt. Das kennt man zwar schon, aber irgendwie gelingt es ihr trotzdem immer wieder, dass man sie gerne in dieser Rolle sieht. Abgerundet wird das Esemble von <a href="http://www.flimmit.com/schauspieler/Jeff+Goldblum/" target="_self">Jeff Goldblum</a> als Wallys Vorgesetztem Leonard, der die Nüchternheit seiner Figur gekonnt auslotet, indem er der Ironie, die so manch einer seiner Bemerkungen innewohnt, aufgrund seiner sich kaum verändernden Mimik eine gewisse Schärfe verleiht. Nicht zu vergessen ist auch Juliette Lewis, die sich wieder einmal wunderbar in die Rolle der etwas verrückten Freundin zu fügen weiß.</p>
<p>So sind es vor allem die Charaktere, durch die sich <em>Umständlich verliebt</em> von seinen Genregenossen abhebt. Statt einem Haufen lebensbejahender, fröhlicher Figuren wird man hier mit Pragmatikern, Neurotikern und Zynikern konfrontiert. Damit war jedoch zu rechnen, stehen doch die Produzenten von „<a href="http://www.flimmit.com/film/Little-Miss-Sunshine-Jonathan-Dayton-Abigail-Breslin-F6XOTJ/" target="_blank">Little Miss Sunshine</a>“ und „<a href="http://www.flimmit.com/film/Juno-Jason-Reitman-Ellen-Page-F6Y4SQ/" target="_blank">Juno</a>“ hinter diesem Projekt. An diese beiden absolut hinreißenden Komödien kann man diesmal zwar nicht anschließen, aber in punkto trockenem Humor und intelligenten Dialogen zeigen sich durchaus Ähnlichkeiten, die den Film zu den sehenswerteren seines Genres werden lassen.</p>
<p>Kinostart Österreich: 12. November 2010</p>
<p>Kinostart Deutschland: 11. November 2010</p>
<p><em><a href="http://www.filmtauchgaenge.at/umstandlich-verliebt/" target="_blank">Von Alexandra Cech (Filmtauchgänge)</a></em></p>
<p><em><em>Film bei Flimmit: <a href="http://www.flimmit.com/film/Umst%C3%A4ndlich-verliebt-Josh-Gordon-Jennifer-Aniston-F7MP4M/" target="_blank">Umständlich verliebt (2010, Josh Gordon)</a></em></em></p>
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