Ein paar Tipps, die vor einem Kinobesuch von „Public Enemies“ beachtet werden sollten: Unbedingt vorher auf die Toilette gehen, genug Popcorn oder sonstige Verpflegung sowie Wasser mitnehmen und jene, die mit einem nervösen Magen gesegnet sind, sollten sich sowieso zweimal überlegen, ob ein Kinosaalwechsel nicht besser wäre. Denn „Public Enemies“ ist lang und fast ausschließlich mit wackeliger Handkameras gefilmt. Die genaue Laufzeit ist 140 Minuten, die gefühlte fünf Stunden. Leider können das auch Johnny Depp und Christian Bale nicht mehr retten. Bis auf einige Highlights ist die Verfilmung über das Leben, Rauben und Sterben von John „Johnny“ Dillinger leider keine Meisterleistung des Regisseurs Michael Mann.
Versucht wurde eine Hommage, die sowohl Action als auch Arthouse vereinen sollte. Besser wäre es gewesen, sich für Action zu entscheiden (oder auch Arthouse, Hauptsache keine Mischung). Es ist schließlich kein Verbrechen, einen glatten, schnellen „Bum-Bam“-Streifen abzuliefern. Damit hätte zumindest das Publikum weitaus weniger gelitten. Aber keine Sorge, es gibt mit Abstand schlimmere Filme und auch wenn Christian Bale enttäuschend war, Johnny Depp ein ordentliches Mittelmaß hinlegte, so lohnt es auf jeden Fall Marion Cotillard zu sehen, die beide männlichen Beaus in ihrer Rolle als Billie, Geliebte Dillingers, an die Wand spielt. Ein weiteres Highlight ist ...