Dänemark ist gemessen an seiner Größe nur halb so groß wie Österreich (wenn man Grönland mal außen vor lässt), hat nur knapp 5 Millionen Einwohner, hat der Welt viele bunte Steine in Form von Lego gebracht und scheint auf den ersten Blick ein Land voller freundlicher, netter Menschen zu sein. Doch scheinbar braucht diese Idylle ein filmisches Ablassventil, das sich in schwarzem Humor, Wortwitz, meist viel Blut, innovativem Erzählstil und einer skurrilen Rahmenhandlung widerspiegelt.
So zählen dänische Filmexporte wie "Nachtwache", "Adams Äpfel", "Dänische Delikatessen", "Wilbur Wants To Kill Himself" oder auch alle Werke der beiden Dogma-Begründer Thomas Vinterberg und Lars von Trier bereits seit Jahren zu den Vorzeigeproduktionen des europäischen Kinos und sorgen auch international für Aufsehen (wir erinnern uns an Lars von Triers "Antichrist"-Diskussion in Cannes).
Lasse Spang Olsen hat 1999 mit "In China essen sie Hunde", basierend auf einem Drehbuch von Anders Thomas Jensen, eine bluttriefende Gangster-Actionkomödie mit rabenschwarzem Humor geschaffen, deren derber Wortwitz und finales Massaker sich durchaus mit Werken von Quentin Tarrantino messen lassen kann.
Der Bankangestellte Arvid (Dejan Cukie) ist ein notorischer Langweiler, dessen durchgeplantes, spannungsarmes Leben als Bankangestellter von seiner Freundin Hanne nur noch hämisch beäugt wird. Sein Leben ändert sich jedoch schlagartig, als er einen Bankräuber ...