Ein Mann, eine Silhouette, ein Wort: Suspense! Alfred Hitchcock wird für immer mit diesem Wort verbunden bleiben, verstand er es doch wie kein Zweiter, Spannung und Suspense mit den einfachsten filmischen Mitteln aufzubauen. Film ist nicht Literatur, nicht Theater, nicht Malerei, nicht Musik, trotzdem setzt Hitchcock in seinen Filmen literarische und theatrale Elemente gerne ein, spielen Musik und bildende Kunst in seinen Werken auf unterschiedlichen Ebenen eine Rolle; so etwa Hitchcocks Zusammenarbeit mit Salvadore Dali für die Traumsequenz in "Spellbound".
In diesem Film übergibt Doktor Murchison die Leitung seiner Nervenheilanstalt an den jungen Doktor Edwards. Die Psychoanalytikerin Constance verliebt sich in ihn und muss entsetzt erkennen, dass es sich bei Doktor Edwards eigentlich um John Ballantine handelt. Ein Mann mit Gedächtnisschwund und der Angst, den wirklichen Doktor ermordet zu haben. Constance versucht nun, durch Hypnose die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Das Grundmotiv von Hitchcocks Filmen bildet meist die Angst vor Vernichtung der Existenz vor dem Hintergrund der bürgerlichen Werte. Dabei bezieht sich diese Angst nicht nur auf Mörder, Gangster oder Spione, welche die bürgerliche Ordnung angreifen: Die Hauptfiguren befinden sich häufig sogar in der Situation, selbst eine Bedrohung zu sein. So auch in „Spellbound“ - Ingrid Bergman spielt die wunderschöne Ärztin ...